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Karate-Do und Resilienz

Symposium für Kampfkunst und Kampfsport Hamburg 2012(WiSe 12/13)

Auswirkung des Trainings von Karate-Do auf den Kohärenzsinn, die 5 Säulen der Identität, und das religiös/spirituelle Befinden mit besonderer Beachtung des höheren Lebensalters

Einleitung
Historisch gesehen wurde Karate-Do schon immer in Beziehung zu psychischer Gesundheit betrachtet. Auch neuere empirische Ergebnisse weisen auf einen relevanten Zusammenhang zwischen dem Training von Karate-Do und verschiedenen Indikatoren von psychischer Gesundheit hin. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen wurde in der vorliegenden Studie der Zusammenhang zwischen dem Karate-Training und dem psychischen Wohlbefinden, allerdings mit Fokus auf das höhere Lebensalter untersucht.
Methode
Insgesamt wurden 86 (48% weiblich/ 52% männlich) ProbandInnen aus sechs Karatevereinen hinsichtlich ihrer Befindlichkeit untersucht. Dabei wurde eine eigens erstellte Skala zu Wirkfaktoren des Karatetrainings zusammen mit etablierten Verfahren angewendet. Es wurden der Kohärenzsinn (SOC) nach Antonovsky, das Ausmaß des Identitätserlebens (5 Säulenmodell nach Petzold) und die Dimensionen des religiös/ spirituellen Befindens (vgl. Unterrainer et al., 2010) gemessen. Zur statistischen Auswertung der Daten kamen sowohl deskriptive als auch inferenzstatistische Verfahren zur Anwendung.
Ergebnisse
Es zeigten sich relevante Zusammenhänge zwischen dem Karatetraining und verschiedenen Indikatoren von psychischer Gesundheit. Männer scheinen dabei mehr zu profitieren als Frauen. Des Weiteren zeigten sich keine Unterschiede in Abhängigkeit vom Lebensalter. Somit können ältere Menschen im gleichen Ausmaß wie jüngere Karatekas vom Training profitieren.
Conclusion
Insgesamt konnte der Zusammenhang zwischen Karate-Training und gesteigertem psychischen Wohlbefinden bestätigt werden. Besonders bei der Fragestellung zu Identität zeigt sich, dass ältere Karatekas als integrierte Personen gelten dürfen. Weiterführende Studien könnten durch Berücksichtigung der Trainingshäufigkeit bzw. Intensität vertiefende Ergebnisse ermöglichen.

Dr. Günther Bitzer-Gavornik ist Psychotherapeut und Diplom-Lebensberater am Impuls Institut und arbeitet als Karate-Trainer bei Karate-Do Graz.

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