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Kalarippayatt - Moderne Bedeutungszuschreibungen traditioneller Kampfkünste

Gero Goroncy
20.09.2012
Symposium für Kampfkunst und Kampfsport Hamburg 2012(WiSe 12/13)

„Kampfkünsten“ wird oft eine legendäre Herkunft und äußerst alte Geschichte zugesprochen. Dabei wird ihnen eine „Philosophie“ oder „Weisheit“ zugesprochen, die der Praktiker dieser „Kunst“ durch das richtige Handeln inkorporiert (Pati 2010).
Obwohl der Begriff der „Kunst“ eine gewisse Zweckfreiheit nahelegt, hat das Erlernen und Praktizieren einer „Kampfkunst“ immer eine Funktion und Bedeutung für den Praktiker und damit einen Zweck.
Anhand von kaḷarippayatt wird eine Theorie vorgestellt, die die Bedeutungszuschreibungen der „Kampfkunst“-Praktiker gliedert und systematisiert.
Diese Bedeutungszuschreibungen sind für das Training, für die allgemeine Praxis, das Marketing und das Selbstverständnis einer Kampfkunst von großer Wichtigkeit. Je nach Art der Bedeutungszuschreibung wird die eigene Praxis gestaltet, muss das Training unterschiedlich strukturiert werden (Neumaier 2003) oder können bestimmte Zielgruppen angesprochen werden.
Die Theorie ist gegenstandsbezogen mit dem Verfahren der „grounded theory“ entwickelt (Strauss & Glaser 1967) und zu einer Theorie über die Bedeutung von kaḷarippayatt in Deutschland verdichtet worden (Thurah 2010, Goroncy 2011).
In dem Vortrag wird die Theorie dargestellt und von Deutschland auf Indien übertragen. In einem Ausblick soll sie auf andere „Kampfkünste“ hypothetisch angewendet und nach ihrem praktischem Bezug befragt werden.
 

Gero Goroncy ist Diplom Sportwissenschaftler und unterrichtet kalarippayatt bei Sutra in Hamburg.

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