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10.05.2011

Fantastische Fiktionen in Alltagsgesprächen

„Fremde Welten“ – das sind weit entfernte, wunderbare Orte, zu denen wir in und mit der Fantasie reisen. Sie haben mit dem unmittelbaren Alltag zunächst scheinbar wenig zu tun, denn wir finden sie gewöhnlich hergestellt von einem Autor in einem Buch oder in einem Film fix und fertig vor, und wenn wir den Text, den Film rezipieren, trennen wir unsere eigene Alltagswelt gedanklich ab, bewegen wir uns von  einem Wirklichkeitsbereich zum anderen (vgl. Berger/Luckmann 2009/1980:24). In diesem Beitrag möchte ich mit der Methode der ethnomethodologischen Konversationsanalyse zeigen und diskutieren, wie und zu welchem Zweck Gesprächspartner kommunikativ und interaktiv fremde Welten, das heißt fantastische Fiktionen in Gesprächen selbst herstellen. Dabei wird der Begriff der ‚fantastischen Fiktion’ von anderen Phänomenen der Fiktionalisierung in Alltagsgesprächen abzugrenzen und genuine Wesensmerkmale dieser Kategorie herauszuarbeiten sein. Für diese linguistische Bestimmung von Fantastik fungiert die „Theorie der phantastischen Literatur“ von Durst (2001) als Vergleichsmoment, ein weiteres Erklärungsinstrument stellt die Theorie der mentalen Räume aus der kognitiven Linguistik (Fauconnier 1997) dar.

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