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25.11.2011

Der Praxiskurs Mathematik für ingenieurwissenschaftliche Studiengänge

Abstract

Im Laufe des Workshops "Von der Bildungstheorie zum Lehrprojekt" am ZHW Hamburg unter der Anleitung von Vertretungsprofessorin Ulrike Senger wurde vom Vortragenden das Lehrprojekt "Praxiskurs Mathematik für ingenieurswissenschaftliche Studiengänge" entwickelt. Diese Lehrinnovation folgt in der didaktischen Ausgestaltung der Bildungstheorie des Konstruktivismus. Damit unterscheidet sich das Lehrkonzept erheblich von dem der bisher in Ingenieursstudiengängen angebotenen Mathematik-Lehrveranstaltungen, die in ihren Inhalten dozierendenzentriert sind und auf eine Wissensvermittlung setzen.

Das Konzept des Lehrprojekts "Praxiskurs Mathematik" sieht vor, dass die teilnehmenden Studierenden des zweiten Fachsemesters an der TU Harburg, die zu diesem Zeitpunkt regelhaft bereits die ersten mathematischen Grundlagen in der Veranstaltung "Lineare Algebra und Analysis I" gelernt haben, über ein Semester lang in Kleingruppen von 8-10 Studierenden ein anwendungsorientiertes mathematisches Projekt bearbeiten. Diese Projektaufgaben werden so formuliert, dass den jeweiligen Arbeitsgruppen möglichst große Freiheiten sowohl im Hinblick auf die angestrebten Resultate als auch auf die angewandten mathematischen Methoden gewährt werden. Bei der Gestaltung von Aufgaben ist eine Kooperation mit Unternehmen der Region, die geeignete Problemstellungen aus ihrem Alltag in der Praxis als Aufgaben bearbeiten lassen wollen, angedacht. Dadurch wird den Studierenden die Bedeutung der mathematischen Werkzeuge in der Praxis umso deutlicher. Neben Unternehmen der Region wäre auch die Einbindung von anderen Arbeitszentren der Universität Hamburg und der TU Harburg oder außeruniversitärer Forschungseinrichtungen in die Aufgabengestaltung denkbar. Somit folgt das Lehrprojekt "Praxiskurs Mathematik" in außerordentlichem Maße dem Leitbild der Universität Hamburg, in dem sowohl die "Vermittlung zwischen Wissenschaft und Praxis" als auch die "Vernetzung mit der Region" als Zielsetzungen formuliert werden.

Eines der Hauptziele ist es durch die Anwendungsorientierung Motivation und Leidenschaft der Studierenden für die im Rahmen der Pflichtveranstaltungen zu lernenden mathematischen Methoden zu wecken.

Informationen zur Person

Philipp Kunde ist seit Oktober 2010 wissenschaftlicher Mitarbeiter am  Fachbereich Mathematik der Universität Hamburg. Hierbei ist er im Lehrexport an die TU Hamburg-Harburg engagiert und leitet Übungsgruppen zu den Mathematik-Lehrveranstaltungen der ingenieurswissenschaftlichen Studiengänge.

Sein mathematisches Interesse gilt dem Bereich "Dynamische Systeme" und insbesondere der Ergodentheorie. Im September 2010 schloss Philipp Kunde sein Mathematikstudium mit seiner Diplomarbeit über "Kombinatorische Konstruktionen in der Ergodentheorie und Dynamischen Systemen" ab und strebt zum gleichen Thema eine Promotion an.
Des Weiteren ist er seit April 2011 Student im Studiengang "Master of Higher Education" am ZHW Hamburg.

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