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Potential der Ernährung in der Prävention von Krebserkrankungen und Typ-2-Diabetes

Food and Health Academy(WiSe 10/11)

Abstract
Erkrankungen mit einer komplexen, langdauernden Pathogenese (z.B. Krebserkrankungen, Typ-2-Diabetes mellitus, kardiovaskuläre Erkrankungen) entstehen durch Wechselwirkung von Erbanlagen mit exogenen Faktoren. Diese exogenen Faktoren – wie beispielsweise Ernährung und Lebensstil – stellen die wichtigsten Ansatzpunkte für eine wirksame Prävention dar. Prospektive Kohortenstudien haben in den letzten 10 Jahren wesentliche Beiträge zur Kenntnis dieser Risikofaktoren geliefert und damit eine sichere Datenbasis für Ernährungsempfehlungen geliefert.

Der Vortrag wird exemplarisch die wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung von Typ-2-Diabetes sowie von Krebs des Dickdarms (colorectales Carcinom) behandeln. Beispielsweise sind nach den Daten der EPIC-Potsdam-Kohorte (27.500 Teilnehmer) die wichtigsten Ernährungs- und Lebensstil-assoziierten Risikofaktoren für Typ-2-Diabetes das Bauchfett (viszerales Fett, sichtbar am Bauchumfang), niedriger Verzehr von Vollkorn-Cerealien, hoher Verzehr von rotem und prozessiertem Fleisch, starkes Rauchen und körperliche Inaktivität. Nicht mit dem Diabetesrisiko assoziiert sind dagegen der Verzehr von Obst und Gemüse sowie der Gesamt-Fettanteil der Nahrung. In der EPIC-Kohorte (>500.000 Teilnehmer) fanden sich ähnliche Risikofaktoren für das Colon-Carcinom wie für den Typ-2-Diabetes.


Der Sprecher
Prof. Joost ist seit 2002 wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Institutes für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DifE) und Inhaber des Lehrstuhls für Pharmakologie der Universität Potsdam. Herr Joost beschäftigt sich wissenschaftlich mit der Pathogenese und Genetik von Adipositas und Typ-2-Diabetes. 2003 wählte ihn die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina zu ihrem Mitglied.

Hier erfahren Sie mehr über die Food and Health Academy
http://www.chemie.uni-hamburg.de/lc/FoodandHealth.html

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