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Ereignisse und Erinnerungen. Karl Christian Führer, Sozialdemokratische Stadtsanierung und der „Widerstand gegen die Spekulanten“.
Ereignisse und Erinnerungen(SoSe 16)

Vortragsreihe

Ereignisse und Erinnerungen. Neue Forschungen zur Zeitgeschichte Hamburgs

 
Die Geschichte Hamburgs im 20. Jahrhundert gehört zu den Forschungsfeldern, die über den lokalgeschichtlichen Rahmen hinaus auf besonderes wissenschaftliches und öffentliches Interesse stoßen. Während für die Entwicklung der zweitgrößten deutschen Stadt in der NS-Zeit und deren „zweite Geschichte“ nach 1945 inzwischen zahlreiche grundlegende Veröffentlichungen vorliegen, aber auch hier durchaus noch Forschungslücken bestehen, werden Akteure und Entwicklungen in Hamburg in den Jahrzehnten ab den 1950er Jahren vielfach erst in allerjüngster Zeit in größeren Zusammenhängen erforscht.
 
Die Vortragsreihe der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg stellt im Sommer 2016 in fünf Vorträgen jüngst als Buch erschienene oder neue Projekte vor, die zeitlich von den 1930er bis in die 1990er Jahre reichen. Die Reihe vermittelt damit nicht nur neueste Erkenntnisse zur Geschichte Hamburgs, sondern ermöglicht darüber hinaus einen Einblick in aktuelle Themen und Methoden bundesdeutscher Stadtgeschichtsforschung.

 
Karl Christian Führer: Sozialdemokratische Stadtsanierung und der „Widerstand gegen die Spekulanten“. Hamburg-Hohenfelde in den 1970er Jahren und die Hausbesetzungen in der Ekhofstraße
Donnerstag, 7.7.2016, 18.30 Uhr, FZH, Beim Schlump 83, 20144 Hamburg
Moderation: Kirsten Heinsohn (FZH)

Wenn ältere Häuser in innerstädtischen Wohnvierteln abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden, dann ist in Deutschland oft von „Spekulation“ und von „Profitgier“ der Bauherren die Rede. Vielfach wurde und wird der Wunsch laut, den alten Zustand zu bewahren; es gab und gibt Proteste.
Im Hamburger Stadtteil Hohenfelde, nahe der Außenalster, etwa war genau dies im Frühjahr 1973 der Fall. Karl Christian Führer zeigt in seinem Vortrag, wie kompliziert es jedoch im Einzelfall sein kann, solch ein Abrissprojekt mit sozialmoralischen Kriterien zu beurteilen, wenn man genauer hinschaut: Der „Spekulant“, gegen den die Hausbesetzer in der Ekhofstraße stritten, war nur sehr bedingt Herr des Geschehens; Gewinn und Verlust verteilten sich deutlich anders, als die Kritiker des Projektes es meinten.
 

 

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