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Lesung mit der Autorin Natasza Goerke

Natasza Goerke
04.07.2016
Lesungen mit osteuropäischen Autoren

Moderation: Katrin Grodzki und Sebastian Hempel

Grüßwort: Kristina Omelchenko

 

Nataszas Goerkes Texte werden durch ihre groteske und surrealistische Erzählweise oft mit dem magischen Realismus Lateinamerikas und der anglo-amerikanischen postmodernen Literatur verglichen. Ihre Erzählungen überschreiten die Grenzen zwischen Realität und Traumwelt, bedienen sich stilistischer Mittel wie Anspielungen, Verweise, Zitate und Selbstreferenzen und thematisieren so das Problem der Identitätsverlust und Identitätsfindung. Der Leser bewegt sich in einer Welt, die von Gegensätzen gezeichnet ist: Tradition und Moderne, Trivialität und Weisheit, (fern)Ost und West. Die Motive Entwurzelung, Bewegung, Heimatlosigkeit und Emigration bilden den thematischen roten Faden in Natasza Goerkes Texten.

  Nach ihren ersten beiden Büchern, „Fractale“ (Fraktale, 1994) und „Księga pasztetów” (Buch der Pastete, 1997), wurde Goerke vor allem mit dem Erzählband „Pożegnania plazmy“ (Abschied vom Plasma, 2000) bekannt, der ins Englische und wie alle ihre Bücher auch ins Deutsche übersetzt wurde. Ihr letztes Buch, „47 na odlew“ (Rasante Erstarrung, 2002), war für den NIKE, den wichtigsten polnischen Literaturpreis, nominiert. Zurzeit recherchiert die Autorin in Tibet für ihr neues Buch, aus dem sie auf der Lesung Ausschnitte vorlesen wird.

Natasza Goerke wurde 1960 in Poznań geboren. Sie studierte Polonistik und Orientalistik in Poznań und Krakau. Nachdem sie einige Jahre im fernen Osten verbrachte, emigrierte sie in den 1980ern nach Deutschland und lebt heute in Hamburg.

 

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