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Buddhismus und Neurowissenschaft: Neurale Korrelate des Selbstbewusstseins

Buddhismus und Naturwissenschaften im Dialog(SoSe 08)

In der philosophischen Tradition ist das menschliche Selbstbewusstsein mit unterschiedlicher epistemischer Autorität ausgestattet worden. In der Kantischen transzendentalphilosophischen Konzeption etwa ist das Selbstbewusstsein eine transzendentale Kategorie, die vor allen empirischen Bewusstseinsinhalten zu denken ist und als notwendige Vorbedingung aller Bewusstseinsinhalte selbst der Erfahrung nicht zugänglich ist. Einer solchen starken Konzeption stehen fiktionale Entwürfe gegenüber, in denen das Erlebnis eines Selbstbewussteins als Fiktion oder Illusion aufgefasst wird. Aus Sicht der Neurowissenschaften ist eine Humesche Bündeltheorie des Selbstbewusstseins am besten verwertbar, derzufolge Selbstbewusstsein in wesentliche Teileigenschaften (Perspektivität, Meinigkeit, Einheit) zerlegbar ist, die operationalisiert und empirisch untersucht werden können. Dabei zeigt sich, dass eine umschriebene Zahl von Regionen, darunter medial frontal und temporoparietal gelegene kortikale Regionen eine wesentliche Rolle bei selbstreferentiellen kognitiven Prozessen spielen.

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