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Buddhismus und die Stammzelldiskussion: Wie wir uns selbst erschaffen – Buddhismus und Stammzellforschung

Buddhismus und Naturwissenschaften im Dialog(SoSe 08)

Anhand dreier Lehraussagen des historischen Buddhismus sollen einige mögliche Antworten auf die heutigen Entwicklungen der humanen Biomedizin dargestellt werden. So gibt es zunächst recht eindeutige traditionelle und volkstümliche Vorstellungen über die körperlich-geistige Reproduktion des Menschen und deren ethische Konsequenzen. Die Lehren des Abhidhamma enthalten darüber hinaus differenziertere Beschreibungen des pränatalen menschlichen Werdeprozesses mit daraus hervorgehenden praktischen Möglichkeiten und ethischen Folgen. Die buddhistische Grundhaltung der Selbstbeobachtung (Vipassana) und die Kernlehre des Bedingten Zusammenentstehen (Paticca Samuppada) schließlich beinhalten eine ausgeprägt kulturkritische Stellungnahme zum Anliegen der — auf der Basis der abendländischen Philosophie betriebenen — westlichen Forschung und Technik am und zum Menschen. Franz-Johannes Litsch ist Architekt, Mitarbeiter des Umweltbundesamts, Mitglied des Vorstands der Buddhistischen Akademie Berlin und Vertreter des deutschen Zweigs des International Network of Engaged Buddhists (INEB).

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