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27.05.2014

Das Lager im Dorf lassen. Das KZ Neuengamme in der lokalen Erinnerung

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Arbeitsgemeinschaft Neuengamme e.V.

Das ehemalige Konzentrationslager im Dorf Neuengamme – woran erinnern sich die Menschen, die in seiner unmittelbaren Umgebung lebten? Nachbarn, Gewerbetreibende, die Kinder und Jugendlichen des Ortes? Wie erinnern sie sich? Erinnern sie sich überhaupt?

Diesen Fragen geht die Kulturwissenschaftlerin und Neuengammerin Gesa Anne Trojan im Spannungsfeld zwischen kultureller Gedächtnistheorie, Oral History sowie den bisher kaum wissenschaftlich ausgeloteten Beziehungen zwischen Raum und Erinnerung nach. Der Umstand, dass ihre eigene Biographie mit dem Forschungsgegenstand eng verbunden ist, erwies sich nicht nur als Eintrittskarte für die Interviewerhebung mit siebzehn Anwohnern und Anwohnerinnen des Dorfes, sondern auch als klarer Erkenntnisvorteil in der Auswertung der Quellen. Dabei verfolgt sie vor allem zwei Forschungsfragen: zum einen die nach Inhalten und Formen der lokalen Erinnerung im Dorf Neuengamme, zum anderen die nach der transgenerationellen Weitergabe der historischen Geschehnisse.

Gesa Anne Trojan, M.A., ist Kulturwissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Sozial- und Kulturgeschichte. Sie lebt mittlerweile in Berlin und ist freie Mitarbeiterin der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg, der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, dem Haus der Wannsee-Konferenz sowie der Topographie des Terrors. Bisherige Forschungsschwerpunkte: Nationalsozialismus, Erinnerungskultur und Oral History.

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