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Zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Oral History - Podiumsgespräch mit Dorothee Wierling, Alexander von Plato und Linde Apel

Im Rahmen der 8. Jahrestagung des Netzwerks Oral History fand erstmals ein öffentliches Podiumsgespräch statt. Mit Dorothee Wierling und Alexander von Plato nahmen zwei der bekanntesten deutschen Oral Historians teil, die über langjährige Erfahrungen mit Interviewprojekten zu unterschiedlichen Zeiten, in unterschiedlichen Regimen und Ländern verfügen. Linde Apel, die Leiterin der Werkstatt der Erinnerung an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte, diskutierte mit ihnen über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Oral History. Dabei ging es um der Oral History zugeschriebenen demokratischen bzw. demokratisierenden Aspekte wie um die Frage, welche Rolle mündliche Quellen heute in der Geschichtswissenschaft spielen. Denn Oral History wird häufig in den Zusammenhang einer Geschichte von unten gestellt, die den Anspruch vertritt, partizipativ zu sein und die Beforschten dazu zu befähigt, ihre eigene Geschichte zu schreiben. Ob dies Tatsächlich ein Anspruch oder nicht viel mehr eine Zuschreibung ist, wurde ebenso diskutiert wie die Frage, ob gegenwärtig eigentlich gute Zeiten für Oral History sind. Schließlich gilt diese Methode als besonders geeignet, um sich im Rahmen der Zeitgeschichte mit Brüchen und Katastrophen und ihrer Verarbeitung durch Betroffene zu beschäftigen.

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