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Von der Ausstellung zu offenen Kulturdaten – Weltzugänge digital

Die große Bandbreite kultureller Ausdrucksformen in symbolischen, materiellen, und praktischen Weltzugängen werden in der kulturanthropologischen Forschung wie auch in Museen, Archiven und Bibliotheken aufgrund der Digitalisierung zunehmend in Datenformate überführt: getippt, gescannt, fotografiert, aufgenommen, gespeichert, abgerufen. Kulturelle Materialien sind so immer häufiger auch als Kulturdaten verfügbar, idealerweise frei zugänglich, so wie das etwa in Repositorien von verschiedenen Museen der Fall ist. In einer als Praxis mit Daten organisierten empirischen Kulturforschung verändern sich die organisatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Wissensproduktion. Es entstehen neue epistemologische Arbeitsfelder, wie die Kritik digitaler Quellen, die Integration digitaler Methoden in das Repertoire kulturanalytischer Zugänge oder auch Fragen der Dokumentation und Darstellung von Forschungsergebnisse in dynamischen, medienvermittelten Lebenswelten. Die empirische Kulturforschung wird ihre spezifischen Potentiale einer historisch-informierten, gesellschaftskritischen Kulturanalyse sowie der Translation und Diskursivierung der Innensichten von Systemen (emische Perspektive) in dem Maße weiter realisieren können, wie sie sich in die Spezifiken des Forschens unter Bedingungen digitaler Materialität hinein denkt und diese für sich nutzbar machen kann. Der Vortrag geht der Frage nach, wie sich digitale Materialität zeigt, wie „datafied epistemologies“ in der emipirischen Kulturforschung aufgegriffen werden können und wo deren spezifischer Beitrag in der Reflexion dieses „datalogical turns“ liegt.

 

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