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Begrüßung
Lene Greve
19.11.2019
Wissenschaftscafé: Wie wirkt die Wissenschaft sozialer Spaltung entgegen?(WiSe 19/20)

Die Vereinten Nationen haben sich mit der „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ auf 17 Ziele (Sustainable Development Goals – SDG) geeinigt. Sie ist eine Antwort auf die aktuellen großen Menschheitsherausforderungen und vorwärtsweisende Leitlinie für die humane Entwicklung der Welt. Es handelt sich um eine Agenda der Menschen, von Menschen und für die Menschen: Im Zentrum stehen die Beendigung von Hunger, Armut und Krieg, der Zugang zu Bildung und der bestmöglichen Gesundheitsversorgung für alle, sowie die Entwicklung einer inklusiven, friedlichen Gesellschaft in einem nachhaltigen Mensch-Natur-Verhältnis; alle – Bevölkerungen, Institutionen und Staaten – werden aufgerufen, daran mitzuwirken: Zusammen ist eine Welt des Friedens, der Würde und der Solidarität realisierbar!

Für die Universität ist zur Erreichung der SDGs beizutragen deshalb eine verbindende Zielsetzung. Die SDGs wurden auch im universitären Struktur- und Entwicklungsplan aufgegriffen. Dadurch kommt die schon längst vorhandene Ambition vieler Mitglieder der Universität Hamburg zum Ausdruck, Wissenschaft in gesellschaftlicher Verantwortung zu betreiben. Den Zielen ist gemeinsam, dass mit ihrer Umsetzung global und lokal der sozialen Spaltung entgegengewirkt werden soll – für eine gerechte, ökologisch und sozial nachhaltige sowie demokratische Welt. Damit die Universitätsmitglieder nach besten Kräften in diesem Sinne Bildung und Wissenschaft realisieren können, sind Kooperation und offene Verständigung sowohl über das Verständnis der Nachhaltigkeitsziele, ihre Bedeutung in der universitären Arbeit und die institutionellen Voraussetzungen entsprechender Wissenschaft nötig.

Dazu soll dieses durch den Ausschuss für Lehre und Studium (ALSt) des Akademischen Senats initiierte Wissenschaftscafé beitragen. Es soll exemplarisch an den eng verknüpften und drängenden SDGs zur Sicherung von Ernährung (SDG 2), Klimaschutz (SDG 13) und Bildung (SDG 4) auf Grundlage von kurzen Inputs durch involvierte Professor:innen und Kommiliton:innen im Plenum und in Kleingruppen diskutiert werden, wie offensiv an die Bearbeitung der SDGs heranzugehen ist. Besonders soll sich an dem Abend der Frage gewidmet werden, wie Wissenschaft sozialer Spaltung als wesentlicher Ursache von Hunger, Klimakrise und einem fehlenden Zugang zu Bildung entgegenwirken kann. Dabei sollen gemeinsam Handlungsmöglichkeiten erarbeitet werden, die insbesondere in den demokratischen Gremien produktiv gemacht werden können. Alle Mitglieder der Uni sind herzlich eingeladen!

Podiumsteilnehmer*innen

Klima als globales soziales Problem:

  • Stefan Cihan Aykut forscht und lehrt als Juniorprofessor an der Universität Hamburg zur Soziologie ökologischer Krisen und Konflikte. Dabei untersucht er unter anderem, wie in globalen Verhandlungen und nationalen Energiewenden um den gesellschaftlichen Umgang mit der Klimakrise gerungen wird. Er hat die Patenschaft für Ziel 13 der SDGs (Maßnahmen zum Klimaschutz) übernommen.
  • Armin Günther ist Mitglied im FSR Molecular Life Sciences, arbeitet zu kritischer, für Humanität einstehende Naturwissenschaft. Er hat dazu auf dem Dies Academicus 2018 den Workshop „Exzellenz: Ermöglichung oder Einschränkung – Wie gestalten wir unsere wissenschaftliche Aktivität gegen den Klimawandel?“ organisiert. Die Studierenden vertritt er auch im Akademischen Senat.

Kein Hunger:

  • Cord Jakobeit ist Professor für Politikwissenschaft, insbesondere Internationale Beziehungen und beschäftigt sich mit den großen Fragen der Disziplin – darunter die Fragen nach Krieg und Frieden, Entwicklung und Unterentwicklung und globalen Machtverschiebungen. Er ist Pate für SDG 16 (Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen) und veranstaltet im Wintersemester eine Ringvorlesung mit dem Titel „Armut verstehen und überwinden“.
  • Ida Rockenbach setzt sich im FSR Sozialökonomie für kritische Wirtschafts- und Sozialwissenschaften ein. So z.B. im Rahmen eines Themensemester unter dem Titel „Sozialökonomische Perspektiven in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung“, in dem unter anderem die Frage des Zusammenhangs von neoliberaler Politik und dem Aufstieg der AfD diskutiert werden soll.

Emanzipatorische Bildung für alle:

  • Silke Schreiber-Barsch ist Juniorprofessorin für Erwachsenenbildung, arbeitet zu Themen von Partizipation am System des Lebenslangen Lernens, Inklusion/Exklusion, Lernorten sowie Global Citizenship Education und Politischer Bildung. Sie ist eine der Patinnen für das SDG 4 (Hochwertige Bildung).
  • Helen Waider studiert Bildungs- und Erziehungswissenschaft im Master, ist aktiv im Fachschaftsrat Erziehungswissenschaft und setzt sich für inklusive Bildung und Teilhabe ein. In diesem Sinne hat sie 2017 an der Vorbereitung der Inklusionstagung an der Fakultät für Erziehungswissenschaft mitgewirkt.
  • Nora Peters untersucht aktuell in ihrer Masterarbeit die Universität Hamburg als Universität der Nachhaltigkeit: eine qualitative Studie zur Perspektive der Studierenden.

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