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Science 2.0 – Chancen und Risiken für die universitäre Ausbildung

Campus Innovation 2010 / Keynotes(WiSe 10/11)

Abstract

Im Mittelpunkt von Science 2.0 stehen die Möglichkeiten zum engen Austausch zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie zum nahezu uneingeschränkten Teilen von Forschungs-ergebnissen. Neu ist, dass nicht nur finale Forschungsergebnisse sondern auch Zwischenergebnisse aus beliebigen Stadien der Forschung der wissenschaftlichen Community zugänglich gemacht und kontinuierlich aktualisiert werden. Dies wirkt sich auf Begutach-tungsprozesse, sei es in der Lehre oder bei wissenschaftlichen Publikationen, aus. Traditionell finden diese anonym von ausgewähl-ten Expertinnen und Experten statt. In Science 2.0 wird dagegen mehr auf einen kontinuierlichen und durch die Community offen gestalteten Diskussionsprozess gesetzt. Auswirkungen lassen sich aber auch im Rechercheverhalten der Studierenden erkennen, die z.B. zu einem überraschend hohen Ausmaß Social Networking Umgebungen wie Facebook oder StudiVZ für die Informationsbeschaffung nutzen.

Der Vortrag zeigt auf, in welcher Form Science 2.0 heute schon gelebt wird und welche Chancen aber auch Risiken damit verbunden sind. Chancen liegen sicherlich in der Beschleunigung von Publikations-prozessen und in einem deutlich größeren Verbreitungsgrad, falls Möglichkeiten des "Open Access" ausgeschöpft werden. Allerdings lässt sich derzeit auch (noch) ein "digitales Gefälle" zwischen Wissenschaftsdisziplinen erkennen, in denen neben einer hohen IT-Affinität auch die entsprechende Medienkompetenz vorliegt und solchen, bei denen Grundprinzipien etwa des Web 2.0 erst noch verinnerlicht werden müssen. Offen ist auch, wie völlig neue Formen der Kommunikation von wissenschaftlichen Ergebnissen, etwa über Scientific Blogging, Ausbildungs- und Forschungsprozesse an den Universitäten verändern werden.

Informationen zur Person

Prof. Klaus Tochtermann hat Informatik an den Universitäten Kiel und Dortmund (Diplom 1991, Promotion 1995) studiert und sich im Jahr 2002 für das Fach Angewandte Informationsverarbeitung habilitiert. Nach einem Post-Doc am renommierten Center for the Studies of Digital Libraries der Texas A&M University (USA) wechselte er 1997 an das FAW Ulm, ein wirtschaftsnahes Forschungsinstitut für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung.

Von 2001 bis 2010 war er Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter des Know-Center Graz (Österreich), eines der größten wirtschaftsnahen Forschungsinstitute zum Thema informationstech-nologisches Wissensmanagement im deutschsprachigen Raum. 2004 wurde Prof. Tochtermann auf einen Lehrstuhl für Wissensmanagement an der Technischen Universität Graz berufen.

Seit Juni 2010 ist Prof. Tochtermann Direktor der ZBW - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft in Hamburg und Kiel. Zugleich hat er einen Lehrstuhl für Medieninformatik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

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