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Spione, Charismatiker oder Opportunisten? Chinesische Zen-Meister im mittelalterlichen Japan
Dr. Steffen Döll
21.01.2015
Spione, Charismatiker oder Opportunisten? Chinesische Zen-Meister im mittelalterlichen Japan(WiSe 14/15)

Die buddhistische Überlieferung berichtet, dass der Buddha, bevor er aus dem Leben schied, keinen persönlichen Nachfolger benannte.
»Es könnte ja wohl sein, Ananda, dass euch der Gedanke käme: ›Dahin ist des Lehrers Wort. Wir haben keinen Lehrer mehr.‹ Nicht aber, Ananda, ist das so zu verstehen. Die Lehre, Ananda, und die Ordensregeln, die ich euch gezeigt …, die ist nach meinem Dahin-scheiden euer Lehrer.«
Nichtsdestotrotz erfordert jede religiöse Tradition charismatische Lehrer, Denker und Organisatoren, um den Fortbestand der Lehre zu garantieren und den neuen gesellschaftlichen und geistigen Entwicklungen anzupassen. Gilt das für die Schulen des Buddhismus weniger als für andere religiöse Traditionen? Die Vortragsreihe wird sich dieser und anderen Frage stellen und Licht auf die Bedeutung buddhistischer Persönlichkeiten werfen ― sowohl für die Vergangenheit als auch für die Gegenwart. Gibt es in den unterschiedlichen Kulturkreisen des Buddhismus typische Profile von Persönlichkeiten, die vorliegen müssen, um Führungsansprüche innerhalb der buddhistischen Traditionen aber auch darüber hinaus geltend machen zu können? Lassen sich allgemeine Kriterien finden, die herausragende buddhistische Persönlichkeiten einst und heute auszeichnen und sie im Lichte der Anhänger als einen würdigen Nachfolger des Buddha erscheinen lassen? Mit Vorträgen zu wichtigen Fallbeispielen aus Ostasien, Tibet und Thailand von drei internationalen Experten der Buddhismusforschung wird versucht, Antworten auf diese Fragen zu geben.

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