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Die Treuhand, gesellschaftliche Polarisierung in Ostdeutschland und der Aufstieg der AFD

Sozialökonomische Perspektiven auf gesellschaftliche Polarisierung(WiSe 19/20)

Die Treuhand, gesellschaftliche Polarisierung in Ostdeutschland und der Aufstieg der AFD

Der 30. Jahrestag des Mauerfalls gibt Anlass zu fragen, wie die Erfahrung der Privatisierung und „Abwicklung“ der ökonomischen Basis eines ganzen Landes zu tiefgreifenden Zäsuren und „Brüchen“ auf individueller wie gesellschaftlicher Ebene geführt haben, die den Boden für eine stärkere Polarisierung der ostdeutschen wie gesamtdeutschen Gesellschaft bereitet haben. Inwiefern diese gesellschaftliche Polarisierung mit dem Aufstieg der AfD in Ostdeutschland zusammenhängt, soll Gegenstand der Diskussion sein.

In der Diskussion sollen historische, soziologische und ökonomische Argumentationen eine interdisziplinäre Annäherung an diese Fragen ermöglichen. Dabei soll es auch um die Frage gehen, ob dieses spezifische historische Ereignis allgemeinere Schlussfolgerungen für die Frage des Verhältnisses von Markt, Staat und Gesellschaft zulässt und was wir daraus für heute lernen können.
Die Veranstaltung ist Teil des Themensemesters „Sozialökonomische Perspektivenauf gesellschaftliche Polarisierung“. Sie findet statt am Freitag, 10.01.2020 ab 18:30 Uhr im Von-Melle-Park 9, Raum S29.

Referent*innen:

  • Marcus Böick ist Historiker an der Ruhr-Universität Bochum. Er promovierte und forscht zum Thema der Treuhandanstalt.
  • Daniela Dahn ist Journalistin und Autorin. Als Bürgerrechtlerin in der DDR war sie Gründungsmitglied der Organisation „Demokratischer Aufbruch“.
  • Wolfgang Menz ist Professor für Arbeitssoziologie am Fachbereich Sozialökonomie der Universität Hamburg.

Zum Themensemester „Sozialökonomische Perspektiven auf gesellschaftliche Polarisierung“ 

In Anbetracht der zunehmenden Polarisierungen und Problemlagen stehen wir als Gesellschaft und Wissenschaft an einem Scheideweg: leisten wir einen Beitrag „zur Entwicklung einer humanen, demokratischen und gerechten Gesellschaft“ (Leitbild der UHH) oder geben wir uns mit dem Status quo zufrieden und tragen so zu einer fortschreitenden Polarisierung bei? Im Rahmen des Themensemesters wollen wir uns deswegen fragen, wie genau die globalen Polarisierungsprozesse auf sozialökonomischer, politischer und kultureller Ebene miteinander zusammenhängen und wie wir als Fachbereich Sozialökonomie zur Lösung dieser Fragen beitragen können. Alle Studierenden und Lehrenden sind dazu eingeladen, sich am Themensemester zu beteiligen und die Kontroversen auch in den Kursen und Seminaren zum Thema zu machen. Die Podiumsdiskussionen sollen dazu einen ersten Anstoß geben. Die Veranstaltungen sind öffentlich.

Den Lenkungskreis des Themensemester (u.a. Ida Rockenbach, Ulrich Fritsche und Stefan Aykut) erreichen Sie bei Interesse und Rückfragen über Themensemester.sozoek@uni-hamburg.de.

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