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Uni für Alle? Die Gründungsgeschichte der Universität Hamburg

Anfang 1919. Revolution in Hamburg. Die Stadt ist im Umbruch. Es wird gekämpft, gehungert und debattiert. Dennoch ist eine der ersten Entscheidungen der neu gewählten Bürgerschaft die Gründung der Universität am 28. März 1918. Bis heute erinnert man an diese erste demokratische Universitätsgründung in Deutschland.

In einem Lehrprojekt der Professur für Public History haben sich Studierende dieser besonderen Gründungsgeschichte angenähert: Warum wurde die Universität ausgerechnet in der Revolution gegründet? Und wie „demokratisch“ wollte die Hochschule sein? Wurde sie eine Universität für Alle? Sie haben sich auf Spurensuche entlang des langen Weges ihrer Entstehung begeben, der bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Sie sind Senator Werner von Melle, Kaufmännern und Kriegsheimkehrern begegnet. Sie haben das vehemente Für und Wider in Bürgerschaftsdebatten und der Presse analysiert sowie die polarisierenden Erinnerungen bisheriger Jubiläen untersucht.

In einer szenischen Lesung von und mit dem Axensprung Theater bringen Studierende am historischen Ort Zeitzeugnisse zusammen mit zeitgenössischen Fotos und Sounds auf die Theaterbühne.

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