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Social Video Learning: Grundidee und theoretische Anmerkungen

Dr. Frank Vohle
22.11.2019
Campus Innovation 2019 - eLearning(WiSe 19/20)

Der Begriff "Social Video Learning" (SVL) steht für die technisch-didaktische Möglichkeit, beliebiges Videomaterial in einer Online-Umgebung zeitmarkengenau, also situationsbezogen, mittels Text, Zeichnungen, Symbolen, Audio etc. zu kommentieren und diese Kommentare durch Dritte rekommentieren zu lassen (Vohle & Reinmann, 2013). Technische Funktionalitäten von SVL sind entsprechend (a) Videos, (b) Annotationswerkzeuge und (c) Austauschmöglichkeiten. Diese eröffnen vielfältige didaktische Szenarien zur Reflexion, Kollaboration und Dokumentation, die in den Jahren 2009 bis 2019 in der beruflichen Bildung (Fahrlehrer*innen, Führungskräfte), in der akademischen Bildung (Musiker*innen, Lehrer*innen, Ingenieur*innen etc.) und vor allem in der Ausbildung von Sporttrainer*innen als Train-the-Trainer-Programm erprobt, weiterentwickelt und teils nachhaltig implementiert wurden (Ranner, 2015; Hilzensauer, 2017; Kamper, 2018; Vohle, im Druck).

Über diese vielfältigen Kontexte und Implementationen hinweg ergibt sich inzwischen die Chance, die zugrundeliegenden didaktischen Potenziale theoretisch besser zu verstehen und weiterzuentwickeln. Im Vortrag werden verschiedene Modelle und Ansätze eklektisch gesichtet und nach "theoretischen Heuristiken" gesucht: Herausgegriffen werden Konstrukte wie Visualisierung von Relevanz, Beobachtung erster und zweiter Ordnung, Perspektivenkoordination und Common Ground sowie epistemisches Schreiben (bei Text-Bild-Kombinationen), die verstehen helfen, warum SVL-Angebote von Anwender*innen in der Regel intuitiv aufgegriffen und genutzt werden. Weiterentwicklungsmöglichkeiten gehen auf dieser Basis schließlich unter anderem in Richtung einer "Didaktik der Vielen" (Projektbeispiel SCoRe).

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