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Herkunftsregionen und Fluchtursachen: Migration aus dem Westbalkan. Ursachen und Folgen für die deutsche Asyl- und Migrationspolitik
Sarah Wohlfeld
24.01.2018
Refugees welcome – aber wie?(WiSe 17/18)

Sarah Wohlfeld, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Deutsche Gesellschaft
für Auswärtige Politik e.V.; Projektleiterin TRAIN, Alfred von
Oppenheim-Zentrum für Europäische Zukunftsfragen


Zum Höhepunkt der sogenannten „Flüchtlingskrise“ im Jahr 2015 kam über
ein Viertel aller in Deutschland gestellten Asylanträge von Bürgern des
Westlichen Balkans. Im ersten Quartal 2015 lag die Quote sogar bei rund
60 Prozent. Im Unterschied zu den 1990er Jahren waren nicht Kriege die
Fluchtursache, sondern Hoffnungen auf Wohlstand und politische
Stabilität. Nach dem Ende der blutigen Konflikte, die mit der Auflösung
Jugoslawiens einhergingen, hoffte man in der Region auf eine baldige
Integration in europäische Strukturen und damit verbundenen
wirtschaftlichen Aufschwung – bislang weitestgehend vergeblich.

Für Bürger aus dem Westlichen Balkan sind die Chancen, Asyl zu erhalten
jedoch verschwindend gering; die Anerkennungsquote für Asylanträge liegt
mit 0,1-0,4 in Deutschland weit unter dem EU-Durchschnitt. Bereits 2014
wurden Bosnien-Herzegowina, Serbien und Mazedonien als sichere
Herkunftsstaaten eingestuft, 2015 folgten Albanien, Montenegro und
Kosovo.

Sarah Wohlfeld geht in ihrem Vortrag auf die Geschichte der vergangenen
25 Jahre ein und zeigt die politische und wirtschaftlichen
Herausforderungen auf, die einer demokratischen Transformation und einer
Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen in der Region
entgegenstehen.

Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung
Hamburg statt und wird durch die Landeszentrale für politische Bildung
Hamburg gefördert.

 
Besuchen Sie auch unseren Blog und gewinnen Sie einen Eindruck vom Studienprogramm „Refugees welcome - aber wie?“: http://refugees-welcome.blogs.uni-hamburg.de/
 
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