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00:00:00.900 --> 00:00:04.233
Ja, ich bedanke mich ganz rechts und rechtslich. Frau Zippner,

00:00:04.233 --> 00:00:08.233
Frau Gerber, das ganze Team von Osteuropastudien für diese Einladung.

00:00:08.233 --> 00:00:10.900
Also in Bayern bin ich freiwillig gelandet, muss ich sagen.

00:00:10.900 --> 00:00:16.233
Und ich dachte, Bayern könnte schon von ein bisschen Regenbogen-Nights

00:00:16.233 --> 00:00:20.900
gewinnen, wenn ich dieses Bremen bekommen habe.

00:00:21.566 --> 00:00:24.233
Und als ich unterwegs hier hin nach Hamburg war,

00:00:24.233 --> 00:00:30.900
habe ich entzogen, kein Buch eines Outdoors aus Hamburg eben gelesen.

00:00:30.900 --> 00:00:34.900
Denn manche von denen vielleicht kennen werden, das ist das

00:00:34.900 --> 00:00:40.233
ganz neue Buch von dem, das erschönerste Ende Oktober über die Reden.

00:00:40.900 --> 00:00:45.566
Und in diesem Buch hat Sascha Stangerich eine tolle Geschichte erzählt,

00:00:45.566 --> 00:00:48.900
die ich nicht auf der Seite lassen konnte.

00:00:48.900 --> 00:00:51.566
Und mit diesem Zitat, aus dieser Geschichte werden wir starten,

00:00:51.566 --> 00:00:56.233
vielleicht war eine oder andere von ihnen gestern bei der Buchpremiere

00:00:56.233 --> 00:01:00.233
in Talia-Theater oder hat das Buch schon gelesen.

00:01:00.233 --> 00:01:05.743
Dann wird dieses Zitat schon erkernen, aber mal los,

00:01:05.743 --> 00:01:13.076
da erzählt Sascha Stanisic über Genossin Rosalia Mimic.

00:01:13.076 --> 00:01:18.410
Genossin Rosalia Mimic war vier Jahre meine Mate-Lehrerin in Jugoslawien.

00:01:18.410 --> 00:01:23.743
Und Genossin Mimic sprach den weichsten Dialekt von der dolmatischen Adria.

00:01:23.743 --> 00:01:27.076
Dann fanden Aliments for Moos, vor allem die Männer.

00:01:27.076 --> 00:01:30.410
Sie stellt an ihr viele Fragen, damit sie viel redete.

00:01:31.076 --> 00:01:35.743
Was sie nicht tat, weil sie ist doch kein Kakadou.

00:01:35.743 --> 00:01:41.743
Genossin Rosalia Mimic war mehrfach unwahrscheinlich. Unwahrscheinlich war es,

00:01:42.410 --> 00:01:45.076
dass sie überhaupt hierhin verschlagen hatte,

00:01:45.076 --> 00:01:49.076
von der Immense von Moosanadria, in ein verstaubtes Städtchen,

00:01:49.076 --> 00:01:55.743
zwischen schroffen Bergen und dann auch noch wegen der Liebe zu unserem Maler.

00:01:55.743 --> 00:02:02.410
Unwahrscheinlich war außerdem, wie vornem sie für das einfache Leben bei uns gekleidet war,

00:02:02.410 --> 00:02:05.743
mit Blusen und Broschen und etwas Kreide an der Schleife.

00:02:05.743 --> 00:02:09.076
Dort, wo sie sich ständig eine Nachosträhne aus

00:02:09.076 --> 00:02:10.410
dem Gesicht wischte

00:02:12.586 --> 00:02:19.253
Ja. Und dann, was ich auch noch studierte, studierte Mathematikerin.

00:02:19.253 --> 00:02:24.586
Für Frauen damals in Jugoslawien, und zwar nicht unmöglich, aber eben unwahrscheinlich.

00:02:24.586 --> 00:02:28.586
Dabei diskutierte das Land permanent die Emanzipation der Frau.

00:02:29.253 --> 00:02:35.253
Und nach der Diskussion gehen wir die Frauen nach Hause und hängte die Wäsche auf.

00:02:35.253 --> 00:02:40.586
Nicht viel anders als heute in Bayern. Da muss ich aber gestehen,

00:02:40.586 --> 00:02:43.920
Hassanscha Stani Sritch, viele Wahrheiten gesagt, als jemand,

00:02:43.920 --> 00:02:49.253
der daraus Regensburg heute hier steht und eben aus seinem sozialistischen Land kommt.

00:02:49.920 --> 00:02:55.253
Ich muss aber auch fröhlicherweise berichten, dass mein Partner hielt mir auch bei Wäsche aufhingen.

00:02:55.253 --> 00:03:01.920
Daher ist nicht alles so ganz schlimm in Bayern. Wir sind dieser Geschichte abläuft,

00:03:01.920 --> 00:03:08.530
aber was Sascha Stanielswitschkirche mit Frauen, Rassalien, Mimagemarkt,

00:03:09.196 --> 00:03:15.863
ist dasselb mit dieser Figur eine größere Narrative zum Krieg eröffnet und zur Vergangenheit,

00:03:15.863 --> 00:03:17.863
über die er gerne zum Sprechen kommt,

00:03:17.863 --> 00:03:23.196
auf den Folgeseiten von seinem Buch, das sie ganz rechts herzlich empfehle.

00:03:23.196 --> 00:03:27.863
Für mich ist Frau Mimisch dann eben eine Möglichkeit,

00:03:27.863 --> 00:03:32.530
über die Themen zu sprechen, heute die Sozialismus so spannend,

00:03:32.530 --> 00:03:35.863
einerseits aber auch so kontrovers machen.

00:03:35.863 --> 00:03:38.530
Und zwar, er hat Frauen emischige Genossen,

00:03:38.530 --> 00:03:43.863
Mimisch in dieser sozialistischen Ottopie viele Möglichkeiten bekommen,

00:03:43.863 --> 00:03:47.863
führen sie zum Beispiel Frauen im Westen ganz lange kämpfen mussten,

00:03:47.863 --> 00:03:53.196
zum Beispiel zu studieren und zu arbeiten, als Mathematiklehrerin.

00:03:53.196 --> 00:04:01.873
Sie hatte auch die Gleichheit gegebenenfalls, was teilweise ein großer Mythos war,

00:04:01.873 --> 00:04:06.540
über den Sascha Steinischich hier eben ganz eindeutig spricht.

00:04:06.540 --> 00:04:09.873
Ja, dass sie danach die Wäsche auch hingehen musste.

00:04:10.540 --> 00:04:15.873
Und darunter stecken noch viele, viele leere Stellen oder Schweigestellen,

00:04:15.873 --> 00:04:18.539
über die Sascha Steinschiche gar nicht in der Lage ist,

00:04:19.206 --> 00:04:22.539
zu kommen, in dieser kurzen Einführung zu, genau,

00:04:22.539 --> 00:04:24.539
es ist ein Mimage zu sprechen.

00:04:24.539 --> 00:04:28.539
Und über all das, die Ulpapier, die Mythen und die Schweigen,

00:04:28.539 --> 00:04:34.539
würde ich heute in meinem Worter gerne mit denen sprechen.

00:04:34.539 --> 00:04:37.873
Und los mit den Ottapien. Ja, ein bisschen so

00:04:38.539 --> 00:04:43.206
als Kernstandpunkt, weil das ja eine Einführungsvorlesung ist.

00:04:43.206 --> 00:04:44.539
Es ist natürlich wirklich zu erwähnen, ja,

00:04:45.206 --> 00:04:52.539
dass Sozialismus erst 1917 dann in Russland offiziell gestartet war und

00:04:53.206 --> 00:04:58.950
dann in sozialistischem Europa nach Errichtung von sozialistischen,

00:04:58.950 --> 00:05:02.283
beziehungsweise kommunistischen Regisseuren, ja, im Südosteuropa,

00:05:02.950 --> 00:05:05.616
in Ostmitteln in Europa, nach dem Zweiten Weltkrieg.

00:05:05.616 --> 00:05:10.283
Also wir reden über Einrichtung, das ganz, ganz lange über dieses,

00:05:10.283 --> 00:05:14.283
also dieses Kontinent prägte. Und das einzige Ziel,

00:05:14.283 --> 00:05:17.616
das sie groß hatten oder das größte Ziel vielleicht,

00:05:17.616 --> 00:05:21.616
das Sozialismus hatte, die Utopie, zu der man strebte,

00:05:22.283 --> 00:05:30.950
war eine gerechte Gesellschaft zu schaffen, ohne Ausbeutung und für alle.

00:05:30.950 --> 00:05:36.283
Das hat natürlich schon einige gute Sachen verursacht und

00:05:36.283 --> 00:05:40.283
darüber schreibt zum Beispiel Crystal Godzi in ihrem berühmten Buch,

00:05:40.283 --> 00:05:46.950
warum Frauen besser Sex unter Sozialismus haben.

00:05:46.950 --> 00:05:52.283
Die These dieses Buches lässt sich kurz und brignal zusammenfassen.

00:05:52.283 --> 00:05:55.908
Der unregulierte Kapitalismus ist schlecht für Frauen

00:05:56.859 --> 00:06:01.526
Und wenn wir einige Ideen aus dem Sozialismus übernehmen,

00:06:01.526 --> 00:06:04.859
werden Frauen ein besseres Leben haben.

00:06:04.859 --> 00:06:10.859
Richtig umgesetzt, für das Sozialismus zu wirtschaftlicher Unabhängigkeit,

00:06:10.859 --> 00:06:16.859
bessere Arbeitsbedingungen, eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

00:06:17.526 --> 00:06:22.859
Und ja, sogar zu besserem Sex. Also das Buch ist mittlerweile

00:06:22.859 --> 00:06:27.526
auch im Deutsch erschillen. Und das kann man auch lesen.

00:06:28.193 --> 00:06:32.193
Und da natürlich spricht Gott sie über viele Aspekte,

00:06:32.193 --> 00:06:37.526
die die sozialistische Macht, wenn Frauen gegeben hat.

00:06:37.526 --> 00:06:41.526
Und zwar viel Zeit, um zu arbeiten, dadurch,

00:06:42.193 --> 00:06:47.526
dass man Kinderbetreuung geschafft hat, viel Raum zu arbeiten.

00:06:47.526 --> 00:06:50.859
Ja, die Städte waren überall umgeplant,

00:06:51.526 --> 00:06:55.526
neue Möglichkeiten für Freizeit wurden eingerichtet.

00:06:55.526 --> 00:06:56.193
Und über den Zugang

00:06:57.270 --> 00:07:01.270
Dass alle Frauen zum Beispiel die Möglichkeit bekommen haben,

00:07:01.270 --> 00:07:08.603
zu studieren, zu arbeiten in vielen, unterschiedlichen Berufen.

00:07:09.270 --> 00:07:15.936
Unter anderem würde ich hier Alexandra Kollantai erwähnen, die 1917. Dadurch,

00:07:15.936 --> 00:07:17.936
dass sie Kommissarien geworden ist,

00:07:17.936 --> 00:07:27.270
die erste Ministerin in der Geschichte der Politik der Welt geworden ist und auch Valentinatere Score war,

00:07:27.270 --> 00:07:35.270
die dann 1963 in Allraum geflogen ist und als das die erste Astranautin war,

00:07:35.270 --> 00:07:40.603
also die amerikanische Astranautin, Sally Wright,

00:07:40.603 --> 00:07:45.270
ist dann erst 20 Jahre später im Allraum gewesen.

00:07:45.270 --> 00:07:49.936
Also das sind alle diese Sachen, die natürlich der Sozialismus

00:07:50.603 --> 00:07:55.186
toll machten als großes Bild. Wichtig ist natürlich zu sagen,

00:07:55.186 --> 00:08:03.046
das kann eins von diesen Sachen dafür geschafft wurde, damit man Frauenrechte unterstützt.

00:08:03.046 --> 00:08:07.046
Man wollte eigentlich, dass mehr Leute arbeiten.

00:08:07.046 --> 00:08:11.713
Oder vielleicht so, dass mehr Leute mehr arbeiten. Ja,

00:08:11.713 --> 00:08:15.713
und dafür gab es Kinderbetreuung, dafür gab es Zugang zur Ausbildung für Frauen.

00:08:15.713 --> 00:08:19.713
Dafür gab es auch die Möglichkeit, sie berufen,

00:08:20.380 --> 00:08:26.380
ganz oft ohne Unterschritt des Geschlechters auszuüben.

00:08:26.380 --> 00:08:33.713
Aber das sind schon die Bedingungen unter, denn viele Frauen dann im sozialistischen Raum gewohnt haben. Und da haben sie wirklich einen ganz,

00:08:34.380 --> 00:08:45.046
ganz, ganz unterschiedliche Geschichte gehabt zu den Frauen im Westen und deswegen entstanden ganz oft Streit inzwischen Frauen im sozialistischen Raum und im Westen und eins von den Arenen,

00:08:45.713 --> 00:08:51.046
wo wir das sehen können, wieder von Kristen Godzikers beschrieben,

00:08:52.380 --> 00:08:55.338
waren die Kongressen, die Weltkongress sind zu Frauen,

00:08:55.990 --> 00:08:57.990
von den Vereinigten Nationen in den 70ern,

00:08:57.990 --> 00:09:03.323
80er Jahren, alle fünf Jahre gehalten worden sind,

00:09:03.323 --> 00:09:06.656
so in diesem Artikel zum Beispiel schreibt Gordzilla darüber,

00:09:07.323 --> 00:09:11.323
dass auch diese Kongressen, die amerikanische Delegatinnen kamen,

00:09:11.990 --> 00:09:15.323
und dann die Delegatinnen aus den sozialistischen Ländern.

00:09:15.323 --> 00:09:19.990
Und sie konnten nicht gemeinsame Ziele erarbeiten, also gemeinsame Deklarationen,

00:09:19.990 --> 00:09:22.656
sie waren am Ende von solchen Kongressen macht,

00:09:22.656 --> 00:09:29.990
weil die amerikanischen Frauen wollten eins, sie wollten die Gerechtigkeit mit den Männern kriegen.

00:09:29.990 --> 00:09:32.656
Das waren übrigens meistens weiße Frauen. Ja, das muss

00:09:32.656 --> 00:09:37.323
ich ja auch sagen. Während die sozialistischen Frauen sagten,

00:09:37.323 --> 00:09:41.323
das ist der Vergangenheit, das haben wir schon seit 50 Jahren.

00:09:41.323 --> 00:09:45.990
Hallo, wir wollen hier was anderes und zwar Kolonialismus abschaffen. Ja,

00:09:45.990 --> 00:09:52.166
das waren ganz andere Agenten und das wollte ich hier nur erwähnen,

00:09:52.833 --> 00:09:55.500
weil das extrem wichtig ist, das zu verstehen,

00:09:56.166 --> 00:10:02.833
weil es auch zu den ganzen Problemen zwischen FeministInnen in der Apostelsozialistischen Zeit beiträgt,

00:10:03.500 --> 00:10:10.833
weil ja weiterhin, wenn Sozialismus weg war und in den 90er Jahren die demokratieren,

00:10:10.833 --> 00:10:15.500
die Möglichkeit bekommen haben zu entstehen, in diesem Bereich,

00:10:16.166 --> 00:10:18.166
wie es aus dem Westen gesehen ist,

00:10:18.833 --> 00:10:23.500
dann haben auch die Westlichen die westlichen FeministInnen gekommen,

00:10:24.166 --> 00:10:26.833
um eben Feminismus in Demokratie beizubringen,

00:10:27.500 --> 00:10:30.833
an die FeministInnen im Westen.

00:10:31.500 --> 00:10:33.500
Und dann waren sie natürlich nicht so froh,

00:10:34.166 --> 00:10:42.166
weil man einfach gar nicht zugehört hat, dass sie eigentlich Feminismus schon kennen und seit langem.

00:10:43.500 --> 00:10:48.375
Und eher die viele unterschiedliche, strukturelle Bedingungen ändern wollen über

00:10:50.076 --> 00:10:56.076
über die die westlichen Phemiestinnen gar nicht nachdenken und sie gar nicht als Problem haben.

00:10:56.076 --> 00:11:00.076
Darüber schreibt unter anderem Alena Heitling,

00:11:00.743 --> 00:11:03.410
in ihrer Dissertation aus den 70ern Jahren,

00:11:03.410 --> 00:11:07.410
was sich ganz interessant auch als Dokumentere Buche finde,

00:11:07.410 --> 00:11:12.743
wo sie eine Frage stellt, leidet die Gleichberechtigung mehr darunter,

00:11:12.743 --> 00:11:21.410
dass 75 Prozent der sowjetischen Ärzte Frauen sind oder dass nur 40 Prozent sowjetischen Ingenieure Frauen sind.

00:11:21.410 --> 00:11:23.410
Was sie mit dieser Frage meint, ist,

00:11:24.076 --> 00:11:30.076
dass die Frage an sie oder diese Zahlen an sie gar nicht so wichtig sind.

00:11:30.743 --> 00:11:34.743
Was wichtig ist, ist, dass ein weiteres,

00:11:34.743 --> 00:11:40.743
noch wichtigeres Problem besteht darin, dass eine vorwiegend aus Männlichkeit ausgerichtete,

00:11:40.743 --> 00:11:47.410
ausgerichtete Gleichstellung eine zunehmende Angleichung der Geschlechter begünstigen kann,

00:11:47.410 --> 00:11:53.753
ohne dass eine sprechende Veränderung unter Umstrukturierung der sozialen Institutionen erfolgt,

00:11:53.753 --> 00:12:01.086
was eher zu einer doppelten Belastung als zu einer Gleichstellung der Frauen führt.

00:12:01.086 --> 00:12:05.753
Und das sind genau die Mythen, zu denen wir nun kommen,

00:12:05.753 --> 00:12:09.753
weil die Utopie war schön, alle sind gerecht.

00:12:09.753 --> 00:12:15.086
Niemand wird ausgebeutet und alle haben Zugang zu diesen tollen Sachen,

00:12:15.086 --> 00:12:21.753
die Sozialismus versprochen hat. Das ist aber nicht so gewesen.

00:12:21.753 --> 00:12:26.420
Und der erste Mythos, über den ich gerne sprechen würde,

00:12:26.420 --> 00:12:37.753
ist tatsächlich diese gleichen Bedingungen anzuschaffen, damit Frauen und Männer gleich werden.

00:12:37.753 --> 00:12:41.753
Da habe ich für Sie zwei Literaturtexte mitgebracht als Hinweis

00:12:43.430 --> 00:12:48.763
1 ist eine berühmte Erzählung von Natalia Baranska, Woche um Woche,

00:12:49.430 --> 00:12:58.096
die im Jahr 19069 in der sowjetischen Zeitschrift Novemir erschien und bereits in mehrere Sprachen seitdem übersetzt wurde,

00:12:58.763 --> 00:13:04.096
wo sie eine Geschichte einer Frau erzählt, die Tag nach dem Tag,

00:13:04.096 --> 00:13:08.763
also das ist wie ein Tagebuch, konstruierte Geschichte mit Montag,

00:13:08.763 --> 00:13:11.430
Montag, Dienstag, Mittwoch und so weiter,

00:13:11.430 --> 00:13:16.763
wo die Frau jeden Tag ihres Tagesablauf berichtet.

00:13:16.763 --> 00:13:20.096
Und an allen diesen Tage schafft sie einziges nicht,

00:13:20.096 --> 00:13:24.096
einen Haken auf dem Bachar, der Kaputtgegangen ist,

00:13:24.763 --> 00:13:28.096
wieder zurück, gut zu richten, also anzunähen,

00:13:28.096 --> 00:13:30.096
weil sie dafür keine Zeit hat.

00:13:30.096 --> 00:13:32.096
Für alles andere muss sie da sein,

00:13:32.096 --> 00:13:36.096
arbeiten Mutter sein, einkaufen und für alles stehen ihr

00:13:36.763 --> 00:13:40.763
nicht die gesellschaftliche Infrastrukturen bereit,

00:13:40.763 --> 00:13:41.346
zu Hilfe

00:13:42.540 --> 00:13:47.873
Auch ähnliche Geschichten, erzählt Hanna Kral, berühmte polnischer Schriftstellerin,

00:13:48.540 --> 00:13:53.206
die vor allem für die Reportagen berühmte ist, bekannt ist,

00:13:53.206 --> 00:13:58.540
in ihrem Katafschienne erzählt sie unter anderem über einer Familie,

00:13:58.540 --> 00:14:04.540
wo eine polnische Mutter, die als Lehrerin arbeitet und in einer Kommunalwohnung,

00:14:04.540 --> 00:14:05.873
also in einer Pommenalka, ja,

00:14:05.873 --> 00:14:11.873
geteilte durch mehrere Familienwohnungen gewohnt, jetzt am Klo sitzen muss,

00:14:11.873 --> 00:14:15.873
um die Heften von Schulerinnen zu korrigieren.

00:14:15.873 --> 00:14:19.873
Ja, das ist einmal zu den gleichen Bedingungen im Sozialismus,

00:14:20.540 --> 00:14:23.873
das bestätigte auch die Forschung, also nicht nur diese Literaturtexte,

00:14:23.873 --> 00:14:27.206
wo man ganz so oft fiktive Narrativen hat,

00:14:27.873 --> 00:14:29.206
sondern auch die Kolleginnen,

00:14:29.206 --> 00:14:30.540
die dazu geschrieben habe,

00:14:30.540 --> 00:14:36.540
hier habe ich ein paar Hinweise für sie über die tschechische Geschichte,

00:14:36.540 --> 00:14:41.206
vor allem in Zwischenkriegszeit und über osteuropäische Geschichte

00:14:43.150 --> 00:14:46.483
Den zweiten Mütter, dass ich damit gerne ansprechen würde,

00:14:46.483 --> 00:14:49.150
ist die Geschichte vom Kommunismus für alle.

00:14:49.816 --> 00:14:54.483
Wer sind denn diese alle, für den Kommunismus da war?

00:14:54.483 --> 00:14:58.483
Und hier würde ich mit deinem Brief anfangen,

00:14:58.483 --> 00:15:07.816
denn Josef F. an die Bundesamt für Press und Informationen in Tschechien in den 80er Jahren geschrieben hat.

00:15:07.816 --> 00:15:13.150
Liebe Genossen, die Tageszeitung freies Wort und die Wochenzeitung,

00:15:13.150 --> 00:15:19.150
hallo am Samstag, waren zumindest meines Wissens die einzigen Periodiker,

00:15:19.150 --> 00:15:23.816
in denen ein Mahn einer Anzeige in der Rubrik verschieden ist,

00:15:24.483 --> 00:15:28.483
aufgeben konnte, dass er einen männlichen Freund sucht und eine Frau,

00:15:29.150 --> 00:15:31.150
da sie eine weibliche Freundin sucht.

00:15:31.150 --> 00:15:32.483
Ich wollte das Gleiche tun,

00:15:32.483 --> 00:15:38.483
erhielt jedoch stattdessen eine schriftliche Mitteilung vom Verlag Melantric,

00:15:38.483 --> 00:15:44.483
das aufgrund der Richtlinie von Foody und Juji hat der Chefredakteur von freies Wort beschlossen,

00:15:44.483 --> 00:15:50.275
mit Wirkung vom 11. November 19085, also fast genau

00:15:51.560 --> 00:15:52.893
Und jetzt bin ich schlecht am Schluss zellen,

00:15:52.893 --> 00:15:58.226
aber 30, 40, 40 Jahre her, ja.

00:15:58.226 --> 00:16:02.226
Alle Anzeigen so unterbinden, in denen ein Mann

00:16:02.893 --> 00:16:04.893
einen Mann oder eine Frau, eine Frau sucht.

00:16:04.893 --> 00:16:10.893
Deshalb frage ich sie, warum haben Sie eine solche Richtlinie formuliert?

00:16:10.893 --> 00:16:14.226
Was ist daran falsch? Was ist unsozial daran,

00:16:14.893 --> 00:16:19.560
dass sich über eine Zeitungsanzeige einen männlichen Freund finden möchte,

00:16:19.560 --> 00:16:23.560
der zu meinem Wesen passt? Ist das in irgendeiner Weise

00:16:23.560 --> 00:16:29.560
bedrohlich für den Aufbau des Vorgestütten Sozialismus in unserem Land?

00:16:30.226 --> 00:16:35.560
Ich bin 38 und ledig. Ist das irgendwie unsozial,

00:16:35.560 --> 00:16:40.226
dass sich als alter Jungseele lebe?

00:16:40.226 --> 00:16:44.226
Ich habe einen anspruchsvollen Beruf und engagiere mich in der

00:16:44.226 --> 00:16:47.435
kommunistischen Partei und anderen sozialen Funktionen

00:16:48.370 --> 00:16:52.370
Aus diesem Grund habe ich Werder viel Zeit, noch die Gewirnheit,

00:16:52.370 --> 00:16:57.703
in Kneipen, Cafés oder auf verschiedenen Partys zu sitzen.

00:16:57.703 --> 00:17:03.703
Und als ich mich entschloss, eine Anzeige aufzugeben, stieß sie auf ein Hindernis.

00:17:03.703 --> 00:17:07.703
Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort, mit genossenschaftlichen Krussen,

00:17:07.703 --> 00:17:14.370
Josef F. Also, der Josef F darf natürlich diesen Brief schreiben,

00:17:14.370 --> 00:17:21.703
weil in der Tschechoslowakei, Homosexualität seit 1962, entkriminalisiert wurde.

00:17:22.370 --> 00:17:27.703
Sprich, aber also viel früher als in beiden Deutschlanden.

00:17:27.703 --> 00:17:32.370
Aber sprich, es ist nicht die Situation,

00:17:32.370 --> 00:17:37.703
dass wenn man das nicht gesetzlich verboten hat, dass man alles erleben darf.

00:17:37.703 --> 00:17:41.703
Und da kommt eben dieses Sozialismus, der nicht für alle war, ja,

00:17:41.703 --> 00:17:53.580
man sieht hier, dass die Homosexuelle Männer Schwierigkeiten hatten, auch ohne Kriminalisierung von männlich-männlicher Liebe, Beziehungen zu finden. Allerdings,

00:17:53.580 --> 00:17:56.246
was sich in diesem Brief interessant finde, ist,

00:17:56.246 --> 00:18:04.913
dass man tatsächlich in dieser sozialistischen Rötpapie die Kraft findet und die Werkzeuge findet,

00:18:05.580 --> 00:18:09.580
um eigene Wahrheit zu sprechen, weil er weist ja darauf hin,

00:18:10.246 --> 00:18:13.580
dass er ordentlich arbeitet und eigentlich nicht in den Kneipen ist,

00:18:13.580 --> 00:18:21.580
der trägt, der sozialistischen Stadt bei und auch konnte dem Fordschritt vom Sozialismus auch beitragen,

00:18:22.246 --> 00:18:26.246
wenn er das erlaubt, wenn es ihm erlaubt würde,

00:18:26.246 --> 00:18:29.580
was noch interessanter in dieser Geschichte ist natürlich,

00:18:30.246 --> 00:18:32.246
dass tatsächlich war es nicht der Sende,

00:18:32.246 --> 00:18:37.580
also er hat ja Antworten nicht bekommen und hat dann noch einen Brief geschrieben.

00:18:38.246 --> 00:18:42.913
Liebegenossen, am 3. Februar 1986 habe ich ihn in einen Brief

00:18:42.913 --> 00:18:46.913
mit der Frage geschickt, warum es seine Anweisung gibt,

00:18:46.913 --> 00:18:48.913
keine Kontaktanzeigen zu veröffentlichen

00:18:49.990 --> 00:18:53.323
Denn einen mahnenden Mann oder eine Frau, eine Frau sucht.

00:18:53.323 --> 00:18:57.990
Obwohl seit meiner ersten Anfrage bereits einen Monat vergangen ist,

00:18:57.990 --> 00:19:01.323
habe ich noch keine Antwort von ihnen erhalten.

00:19:01.323 --> 00:19:05.323
Sind Sie nicht an der Regierungsverordnung Nummer 150,

00:19:05.323 --> 00:19:15.323
1958 SBM über die Bearbeitung von Beschwerden, an Kündigungen und Bahnregungen der Arbeitsklasse gebunden?

00:19:15.323 --> 00:19:17.990
Das ist ja toll, das finde ich richtig geil,

00:19:18.656 --> 00:19:22.656
dass man einfach gleich diese Sprache in die Hand nimmt und

00:19:22.656 --> 00:19:38.656
dann mit dieser Sprache beginnt zu wirken und zur Arbeit und noch die Beschwerden schuldig machen und quasi auf die Rechten von Bürgerinnen und Bürgern hinzuweisen.

00:19:38.656 --> 00:19:43.990
Diese Geschichte wissen wir, weil eine Kollegin in der tschechischen Republik eben,

00:19:43.990 --> 00:19:45.323
wer er so kololle Historikerin,

00:19:45.990 --> 00:19:49.948
ihr Buch über QE-Incounters with coming is power geschrieben hat,

00:19:50.800 --> 00:19:55.466
indem sie auch Interviews mit Josef F. geführt hat,

00:19:55.466 --> 00:20:00.800
zu denen er tatsächlich mehrere stapelnde Biere gebracht hat,

00:20:00.800 --> 00:20:04.133
die seine Briefe an die Behörden waren in diesem Bezug.

00:20:04.133 --> 00:20:07.466
Das ist aber nicht die allererste Geschichte in der Geschichte,

00:20:07.466 --> 00:20:11.466
wo das passiert ist. Und das ist ja das Interessante am Sozialismus,

00:20:12.133 --> 00:20:14.800
dass die Menschen dem Sozialismus, wenn nicht zugehörig wollten,

00:20:15.466 --> 00:20:18.800
dann füllten sie mindestens des Sozialismus, was anbietet,

00:20:19.466 --> 00:20:25.466
was man teilweise als Versprechen auch nachfragen kann von den Behörden.

00:20:25.466 --> 00:20:27.466
Und hier sehen sie einen ganz,

00:20:28.133 --> 00:20:34.133
ganz berühmten in der russischen queeren Geschichte Brief an Josef Stalin,

00:20:34.133 --> 00:20:40.133
dass ein schottischer Kommunist, der in Moskau in den 30er Jahren arbeitete,

00:20:40.133 --> 00:20:44.800
geschrieben hat, der war da als Korrespondent von einer Zeitung,

00:20:45.466 --> 00:20:48.133
die die sowjetische Regierung damals gegründet hat,

00:20:48.133 --> 00:20:58.410
um die Nachrichten auf Englisch zu veröffentlichen und somit die ausländische Gesellschaften zu überzeugen,

00:20:58.410 --> 00:21:00.410
das Sozialismus toll ist.

00:21:00.410 --> 00:21:05.076
Und in dieser Zeitung hat er gearbeitet, da hatte mehrere Freunde in der Stadt,

00:21:05.076 --> 00:21:10.410
homosexuelle Freunde, war selbst homosexuell, eben wegen Ofen homosexuell.

00:21:11.076 --> 00:21:14.410
Und als es im Jahr 1934 eingesetzt kam,

00:21:14.410 --> 00:21:20.410
das Komosexualität verboten wird, hat er dann einen Brief an Stallen geschrieben.

00:21:21.076 --> 00:21:25.076
In diesem Brief hat er versucht,

00:21:25.076 --> 00:21:29.076
auf mehr als 14 Seiten, dem Stallen zu erklären,

00:21:29.743 --> 00:21:35.076
warum eigentlich Homosexualität im Sozial lesen muss, dem Sozialismus gehört,

00:21:35.076 --> 00:21:37.076
warum es besser ist und die Chance ist,

00:21:37.076 --> 00:21:45.743
für Sozialismus gegenüber vom Capitalismus eben Homosexualität zu unterstützen und so anerkennen.

00:21:46.410 --> 00:21:52.951
Und wie man als Gesellschaft von homosexuellen ArbeiterInnen profitieren könnte,

00:21:54.586 --> 00:21:56.586
Zu diesem Brief, also wir wissen,

00:21:57.253 --> 00:21:59.920
dass Stylin auf jeden Fall diesen Brief gelesen hat.

00:21:59.920 --> 00:22:05.253
Auf dem Brief steht ja, diese ganz tolle Markierung,

00:22:05.253 --> 00:22:09.253
das ist eben die Schrift von Stylin selbst, die sagt,

00:22:09.253 --> 00:22:15.920
Idiote und der Generat, ins Archiv schicken.

00:22:15.920 --> 00:22:19.920
Der Kommunist aus Schortland, der Harry White,

00:22:20.586 --> 00:22:23.253
der hat das alles interessanterweise sogar überlebt,

00:22:23.920 --> 00:22:26.586
was wahrscheinlich als unerwartet scheint in der Geschichte,

00:22:26.586 --> 00:22:28.586
wo Stalin unbedingt figuriert.

00:22:29.253 --> 00:22:32.586
Vielleicht war es deswegen, weil es erst am Ende von 30er Jahren

00:22:32.586 --> 00:22:40.586
die ganze Verfolgung von, aus politischen Gründen stark beginnen wird.

00:22:41.253 --> 00:22:47.253
Aber er hat dann Russland verlassen. Und diese Geschichte wissen wir auch nur,

00:22:47.253 --> 00:22:50.586
weil dieser Brief dann in den 90er Jahren in der Rachiven,

00:22:51.253 --> 00:22:51.920
in der Nachhebenform,

00:22:51.920 --> 00:22:53.253
Präsidenten Russlands

00:22:53.253 --> 00:22:53.920
gefunden war

00:22:56.563 --> 00:23:08.563
Und das ist auch dann ein Mythos von Kommunismus für alle und von Werkzeuge,

00:23:08.563 --> 00:23:11.896
in die Hände zu nehmen, Situationen,

00:23:12.563 --> 00:23:15.896
dass man weiter in unterschiedlichen anderen Sphären erlebt hat.

00:23:15.896 --> 00:23:19.230
Also diese Briefeschreibungen, die Behörden, das war, das ist etwas,

00:23:19.896 --> 00:23:23.230
was man in Bayern natürlich sagt, ganz gerne tut.

00:23:23.230 --> 00:23:27.230
Wahrscheinlich, wenn man Saschas Deine Strich Beispiele folgt. Aber auch,

00:23:27.230 --> 00:23:30.563
was man ganz gerne in Sowjetunion gemacht hat,

00:23:30.563 --> 00:23:35.896
aber außerdem hat man tatsächlich wirklich von vieles sozialistischen Politikern profitiert,

00:23:35.896 --> 00:23:39.230
um unter anderem queeres Leben auszuleben.

00:23:39.230 --> 00:23:41.896
So zum Beispiel der nächste Mythos,

00:23:41.896 --> 00:23:44.563
den ich gerne ansprechen würde, ist, hier herrscht Moral,

00:23:44.563 --> 00:23:50.563
vor allem in den 60er Jahren ist es denn sozialistischen Behörden wichtig geworden,

00:23:51.230 --> 00:23:55.896
die Gesellschaft als moralische Gesellschaft darzustellen und zu erziehen.

00:23:55.896 --> 00:24:02.540
Und zum Moralerziehung Waren viele Lehrbücher geschrieben, aber waren auch

00:24:02.540 --> 00:24:07.873
viele praktische Sachen eingerichtet. Und dafür würde ich ganz gerne

00:24:07.873 --> 00:24:12.540
eine kurze Reise machen, um uns nach Palanga zu bringen.

00:24:12.540 --> 00:24:16.540
Das ist eine kleine Stadt im Litauen.

00:24:16.540 --> 00:24:23.206
Am Ostsee, wenn wir schon am EMOS-See-Gebiet hier sind.

00:24:23.206 --> 00:24:27.873
Und in dieser Stadt Palanga, also generell am Ostsee-Impaltikum,

00:24:27.873 --> 00:24:31.206
waren viele, viele Strände, die super berühmt waren.

00:24:31.206 --> 00:24:35.206
Und unter sozialistischen Touristen, aber vor allem unter sowjetischen Touristen.

00:24:35.873 --> 00:24:43.206
Und dann an diesem Strand haben die Behörden einen Schildern, zwei Strände einzurichten.

00:24:43.206 --> 00:24:48.540
Einen FKK-Strand für Männer und ein FKK-Strand für Frauen.

00:24:48.540 --> 00:24:55.206
Damit man eben einerseits die Interesse von der Gesellschaft an FKK-Kultur

00:24:55.206 --> 00:24:56.456
irgendwie unterstützen,

00:24:57.250 --> 00:25:01.250
Kontrollieren kann. Und andererseits, damit das alles moralisch bleibt,

00:25:01.916 --> 00:25:05.250
weil was kann denn schlimm gehen, wenn es ein Strand voller

00:25:05.250 --> 00:25:11.916
nackter Männer gibt und ein Strand voller nackten Frauen gibt.

00:25:11.916 --> 00:25:15.250
Da sehen Sie noch diese Strände. Und der Strand in

00:25:15.916 --> 00:25:23.916
Palanga ist dann zu einem unionsweiten Gay-Resort geworden.

00:25:23.916 --> 00:25:27.916
Und zwar jeden Tag landete eine Jagd 42,

00:25:27.916 --> 00:25:33.916
so ein Flugzeug, mit 125 Passagieren aus Moskau in Palanga.

00:25:33.916 --> 00:25:37.916
Aus Liniengrant kamen mehrere Flüge pro Woche. Sogar aus Hargiv in

00:25:37.916 --> 00:25:43.250
der Ukraine landete einmal pro Woche immer montags ein Flugzeug in Palanga.

00:25:43.250 --> 00:25:49.916
In Palanga fang eine so internationale Schwulen-Rallye-Start, mit der

00:25:49.916 --> 00:25:52.583
kein internationales Kernbräuter konkurrieren könnte.

00:25:52.583 --> 00:25:55.916
Das war ganz normal, denn es gab ein echtes Bedürfnis

00:25:55.916 --> 00:25:56.208
nach Geselligkeit

00:25:57.360 --> 00:26:02.693
Es gab keine Clubs, in denen alle diese hunderte von Menschen nachts tanzen konnten.

00:26:02.693 --> 00:26:07.360
Es gab nichts, aber genau dieser Strand war die Disco. Es gab Büsche,

00:26:07.360 --> 00:26:10.693
in denen Menschen Sex hatten und es gab diesen Strand,

00:26:10.693 --> 00:26:16.693
an der Männer sich gesunden, quatschten und miteinander austauschten.

00:26:16.693 --> 00:26:20.693
Also weder die Geschichte kommt von einem,

00:26:20.693 --> 00:26:24.693
der eben an diesem Strand ganz viel Zeit verbracht hat und

00:26:24.693 --> 00:26:30.026
mein Kollege Augustus Chichelis interviewt hat für seine Masterforschung eigentlich,

00:26:30.026 --> 00:26:37.360
also solche tolle Geschichten als Erz entstehen nicht nur aus der Forschung von ProfessorInnen oder LokterandInnen,

00:26:37.360 --> 00:26:41.360
sondern das ist für uns ein Muster-Feaces,

00:26:41.360 --> 00:26:48.026
das wir effektiv sehen und dank dem wir diese wirklich wahnsinnige

00:26:48.026 --> 00:26:49.360
Unionsweite,

00:26:49.360 --> 00:26:51.360
Gay Results kennenlernen

00:26:52.370 --> 00:26:56.370
Körnen. Und hier sehen wir schon,

00:26:56.370 --> 00:26:59.703
also an diesen beiden Geschichten, diesen beiden Lästen Mythen,

00:26:59.703 --> 00:27:01.036
die ich erwähnt habe,

00:27:01.036 --> 00:27:03.703
dass es eigentlich schon viel cool ist,

00:27:03.703 --> 00:27:08.370
im Sozialismus gab, was einem Mythos widerspricht,

00:27:08.370 --> 00:27:12.370
denn wir vor allem heute schon ganz gut immer zu hören kommen,

00:27:12.370 --> 00:27:16.370
dass die Schwule sind vom Westen impaziert worden.

00:27:16.370 --> 00:27:19.703
Also, dass es keine Schwulen im Sozialismus gab und dass

00:27:21.036 --> 00:27:30.370
sie alle erst in der Zeit nach 1991 entstanden sind.

00:27:30.370 --> 00:27:35.036
Und hier würde ich vor allem an diese Person denken,

00:27:35.703 --> 00:27:41.703
das ist Angelis Cillerovic zu dem, mein Doktorand in meiner Forschungsgruppe forscht,

00:27:41.703 --> 00:27:47.703
der ist eine der ersten polnischen Koeeren AktivistInnen.

00:27:48.370 --> 00:27:50.370
Und hier in Hamburg hat er ein Buch

00:27:51.036 --> 00:27:52.370
in die Hände gedrückt bekommen

00:27:54.380 --> 00:27:57.713
Giovanni is Room, also ein Zimmer von Giovanni,

00:27:57.713 --> 00:28:03.046
ein berühmter schwuler Roman von James Baldwin, dem amerikanischen Schriftsteller,

00:28:03.046 --> 00:28:07.046
der in den 50er Jahren nicht in Amerika veröffentlicht werden durfte,

00:28:07.046 --> 00:28:11.713
weil da so offensichtlich die homosexuelle Themen behandelt werden,

00:28:11.713 --> 00:28:13.713
der musste dann in Paris veröffentlicht werden.

00:28:13.713 --> 00:28:17.713
Hier in Hamburg hatte er vor einem Freund,

00:28:18.380 --> 00:28:27.046
der einen polnischen Ostseeküste wieder kennengelernt hat und mit dem er eine Beziehung dann hatte,

00:28:27.713 --> 00:28:31.046
diesen Roman bekommen, die Beziehung hat nicht geglaubt,

00:28:31.046 --> 00:28:37.713
also Selerovic ist aus Hamburg ganz schnell nach einem Drama-Urlaub auf

00:28:37.713 --> 00:28:45.713
der französischen Kodasur weg nach Wien gefahren und dort lebt eben bis heute.

00:28:45.713 --> 00:28:49.713
Aber wer hat denn dieses Buch ins Polnische übersetzt?

00:28:49.713 --> 00:28:58.756
Und dann als Seren Wien als wirtschaftlicher Vertreter von einem großen chemischen Konzern gearbeitet hat.

00:28:58.756 --> 00:29:02.756
Und in dieser Funktion immer wieder nach Brettislava war, schau,

00:29:02.756 --> 00:29:10.090
nach Prag gefahren ist, hat er dann dieses Buch mitgenommen.

00:29:10.090 --> 00:29:15.423
In Waschpulver. Und dann ist dieses Buch in Polen nach Shitten.

00:29:16.090 --> 00:29:22.090
So sind die Sachen von aus dem Westen importiert werden.

00:29:22.090 --> 00:29:28.090
Also tatsächlich stimmt teilweise dieser Mythos, dass wir schmulen nur,

00:29:28.090 --> 00:29:32.090
also als Import vom Besten geworden, zu sehen sind,

00:29:32.756 --> 00:29:38.090
aber nur teilweise, weil das eben vierte Schulen im Osten auch gedacht war.

00:29:38.756 --> 00:29:40.756
Und dann für Selerowisch war es extremst wichtig,

00:29:40.756 --> 00:29:44.756
dass es vielleicht so ganz wichtig in Osteuropa-Studien zu sagen,

00:29:44.756 --> 00:29:47.423
was lewistig, so eine Riesenrolle spielt.

00:29:47.423 --> 00:29:50.756
Weil Selerowisch von tiefster Überzeugung war,

00:29:50.756 --> 00:29:53.048
was mein Doktorand Pavel Matosch in den Interviews,

00:29:53.048 --> 00:29:55.433
mit der man entdeckt hat,

00:29:55.433 --> 00:29:58.766
dass die Leute mehr lesen sollen und weniger Sex haben sollten.

00:29:58.766 --> 00:30:05.433
So entsteht die Community. Ja, dass tatsächlich die Literatur eben wichtig war,

00:30:06.100 --> 00:30:10.766
er hat dann auch weitere Bücher übersetzt und auch im Polnischen veröffentlicht.

00:30:11.433 --> 00:30:16.100
Aber wir sehen schon, dass viele diese Geschichten eigentlich erst heute

00:30:16.100 --> 00:30:21.433
ans Licht kommen. Also Sozialismus hatte dann auch viele schweigen.

00:30:21.433 --> 00:30:25.433
Also viele leere Stellen. Und ich habe nicht mal

00:30:26.100 --> 00:30:28.766
in meinem Vortrag über viele Sachen gesprochen.

00:30:28.766 --> 00:30:30.766
Also es ist noch nicht der Sand. Wir gehen jetzt

00:30:30.766 --> 00:30:35.433
zu Schweigestellen, damit sie nicht Schweigestellen nehmen bleiben.

00:30:35.433 --> 00:30:39.433
Aber vielleicht haben sie schon gemerkt, was hier in dieser

00:30:40.100 --> 00:30:42.766
Geschichte bis jetzt gefällt hat.

00:30:42.766 --> 00:30:46.766
Wer war da nicht vertreten? Ja, gerne.

00:30:46.766 --> 00:30:48.766
Weibliche Homosexualität noch etwas

00:30:52.710 --> 00:30:55.376
Transgender-Geschichten, ja,

00:30:56.043 --> 00:30:58.043
das ist schon mal so ganz gut und das ist toll,

00:30:58.043 --> 00:31:02.043
dass ihr da seht, weil ganz genau,

00:31:02.043 --> 00:31:08.710
da komme ich gleich so Geschichten von Schweigen und zu diesen zwei Punkten und noch ein bisschen mehr,

00:31:09.376 --> 00:31:14.043
die ich für sie vorbereitet habe, aber bevor wir dahin gehen,

00:31:14.710 --> 00:31:17.376
würde ich ein Tun oder ein Werkzeug in die Hände geben,

00:31:18.043 --> 00:31:22.043
wie man diese Schweigerstellen oder Lehre stellen, auch als Forscher,

00:31:22.043 --> 00:31:26.043
aber einfach als seine Person sehen kann, und zwar,

00:31:26.043 --> 00:31:33.376
es geht um Intersexualität, das ist ein Begriff aus der Wissenschaft,

00:31:33.376 --> 00:31:36.710
die diese Frau rechts, Kimberly Cranchel,

00:31:36.710 --> 00:31:40.710
in den 90er Jahren auf dem Barpiere gesetzt hat,

00:31:40.710 --> 00:31:44.043
das sah aber aus größeren Gesprächen in bereits 70er,

00:31:44.710 --> 00:31:49.376
80er Jahren von unter anderem The Combat Here Raven Collective,

00:31:49.376 --> 00:31:52.886
also eine Gruppe schwarzen Feministinnen kommt.

00:31:52.886 --> 00:31:56.886
Und es kannte darum, dass man an viel mehr

00:31:56.886 --> 00:32:00.886
als einfach gender oder einfach Sexualität schauen sollte.

00:32:01.553 --> 00:32:08.886
Dass man vielleicht weitere Aspekte in Bezug nehmen sollte, wie zum Beispiel die Rasse.

00:32:09.553 --> 00:32:12.886
Wie zum Beispiel die Klasse, wie zum Beispiel die Religion,

00:32:12.886 --> 00:32:17.553
wie zum Beispiel der Alter und so weiter und so fort.

00:32:17.553 --> 00:32:19.553
Und mit diesen Punkten sehen wir gleich. Ja,

00:32:20.220 --> 00:32:25.553
man hat einerseits Gender und Sexualität abgedeckt, bis jetzt in meinem Gespräch,

00:32:26.220 --> 00:32:32.220
aber eigentlich nicht alle Genders und nicht alle Sexualitäten.

00:32:32.220 --> 00:32:34.886
Und genau, da kommen wir zu den Frauen, die Frauen lieben.

00:32:34.886 --> 00:32:37.553
Die gibt es sowieso nicht. Nicht bis heute.

00:32:37.553 --> 00:32:40.886
Und die gab es auch im Sozialismus natürlich nicht.

00:32:40.886 --> 00:32:48.136
Deswegen ist ja am FC dann Apertil war da eine berühmte tschechischer Tennisspielerin,

00:32:48.136 --> 00:32:55.530
die Hier im Jahr 73 ihr The Build bei Wimbledon macht, die aber im Jahr

00:32:55.530 --> 00:33:02.863
1980. Und dann also in den 80er Jahren in Amerika geblieben ist,

00:33:02.863 --> 00:33:08.863
nachdem sie bei den Wettbewerben da war und da als bisexuelle sich erklärt hat.

00:33:08.863 --> 00:33:10.863
Und das hat dann noch zehn Jahre gedauert,

00:33:11.530 --> 00:33:17.530
bis sie es vertraut hat, zu sagen, Vasilisbisch ist.

00:33:18.863 --> 00:33:25.530
Ja, als im Jahre 2000 der Roman vor Susanna Brapzova Rock Perel,

00:33:26.196 --> 00:33:29.530
das Jahr von Perlen oder rein Jahr von Perlen erschien,

00:33:29.530 --> 00:33:34.196
das übrigens noch nicht ins Deutsche überwiesen, übersetzt ist.

00:33:34.196 --> 00:33:36.863
Es ist auch nicht ins Sänglische übersetzt. Also wenn Hiriam

00:33:36.863 --> 00:33:41.530
in Tschechisch spricht, fließen, das ist eine Chance.

00:33:41.530 --> 00:33:46.863
Das war der erste lesbische Roman in der Geschichte von tschechischer Republik.

00:33:47.530 --> 00:33:51.206
Also wieder wäre es sprechen hier auch von Schweigerstellen,

00:33:51.873 --> 00:33:55.206
dass es natürlich nur die Geschichte, die wir wissen.

00:33:55.206 --> 00:33:59.873
Es gab sicherlich einen lesbischen Ramon davor. Ich kann es

00:33:59.873 --> 00:34:01.873
mir kaum vorstellen, dass es einen nicht gab.

00:34:01.873 --> 00:34:07.206
Wir wissen noch nicht, dass ein solcher geschrieben wurde,

00:34:07.206 --> 00:34:11.206
weil man die Frauen trotzdem, dass man ihnen so viel macht,

00:34:11.873 --> 00:34:16.540
angeblich gegeben hat und so viele Möglichkeiten für sie geschafft hat.

00:34:17.206 --> 00:34:19.873
Trotzdem, in der Gesellschaft, ignoriert hart. Und auch

00:34:19.873 --> 00:34:26.540
wenn sie weibliche Homosexualität in den sozialistischen Gesellschaften meistens nicht bestraft wurde,

00:34:26.540 --> 00:34:30.540
also das einzige Land, das es gemacht hat, war Ungarn.

00:34:31.206 --> 00:34:39.873
Und bevor russischer Reich zerfallen ist, das war auch der finnische Fürstentum.

00:34:39.873 --> 00:34:46.540
Ansonsten war es nie bestraft im Sinne durch kriminelle Verfolgung,

00:34:46.540 --> 00:34:51.081
aber diese Frauen wurden dann ganz oft selbst von den Familien

00:34:51.950 --> 00:34:55.950
in die psychiatrischer Kliniken gebracht, um sie zu heilen.

00:34:56.616 --> 00:35:00.616
Und dann hatten für das ganze Leben die Diagnose,

00:35:00.616 --> 00:35:04.616
mit der man ganz oft keine Arbeit oder keinen Zugang zum

00:35:05.283 --> 00:35:11.950
Beispiel zum Autofahren bekommen konnte, mit Skizophrenie.

00:35:11.950 --> 00:35:16.616
Die Transgeschichten schauen ein bisschen besser raus als die Geschichten von Frauen,

00:35:16.616 --> 00:35:19.283
weil wir tatsächlich davon mehr wissen, nur dadurch,

00:35:19.950 --> 00:35:27.283
dass das medizinische Geschichten sind und medizinische Geschichten sind ganz oft, ganz gut verfolgt.

00:35:27.283 --> 00:35:35.950
Und da würde gerne eine Geschichte von Herrn Dr. Kaum werden es erzählen,

00:35:35.950 --> 00:35:36.616
der in Riga,

00:35:37.283 --> 00:35:41.950
in Ladwiren gearbeitet hat und in den 60er Jahren hat er

00:35:41.950 --> 00:35:49.283
einen ganz interessanten Anruf bekommen von seinem Kollegen in Moskau,

00:35:49.866 --> 00:35:59.826
der Ganz gut wusste, dass Dr. Kaulenbärens gerade an Follow-Prothesie arbeitet.

00:35:59.826 --> 00:36:05.160
Also er hatte die Follow-Protest-Prothesierung für die Männer gemacht,

00:36:05.826 --> 00:36:13.160
die zum Beispiel im Krieg verlässt worden sind oder aus anderen Gründen keine Funktion von Peniskarten.

00:36:13.826 --> 00:36:15.826
Und er hat dann diesen André bekommen,

00:36:15.826 --> 00:36:19.826
in der sein Kollege ihm eine Prozentin überwiesen wollte.

00:36:19.826 --> 00:36:24.493
Diese Patientin innen, die hatten dann einen Brief geschrieben.

00:36:24.493 --> 00:36:27.160
Und in diesem Brief hat Enam gesagt, das ist

00:36:27.826 --> 00:36:31.826
schon längst weiß, dass sie eigentlich ein Mann ist.

00:36:31.826 --> 00:36:36.493
Und jetzt dieses Leben erleben möchte. Und sie hat dann noch,

00:36:36.493 --> 00:36:38.493
sie ist dann noch nach Riegel gekommen,

00:36:38.493 --> 00:36:41.826
um den persönlich zu überzeugen, dann hat Herr Kaulen,

00:36:41.826 --> 00:36:48.493
Dr. Kaulenbärs viele Sachen gemacht, die aus heutiger Sicht komplett wahnsinnig sind,

00:36:48.493 --> 00:36:51.826
im Bereich Privatsphäre und medizinischer Ethik,

00:36:51.826 --> 00:36:59.036
weil er hatte zum Beispiel verkleidet als Krankenpflegerin und in ein Zimmer gebracht,

00:36:59.703 --> 00:37:05.703
wo eine innergeschlechtliche Patientin war, bezogen intergeschlechtlicher Patient war.

00:37:05.703 --> 00:37:10.370
Und er hat dann dir so ein Patienten angeschaut und inner quasi gezeigt,

00:37:10.370 --> 00:37:15.703
damit, wie die Ergebnisse von der Operation aussehen werden.

00:37:15.703 --> 00:37:21.036
Er hat dann auch mit dem Priester telefoniert und gefragt,

00:37:21.703 --> 00:37:24.370
was wäre es dann aus der göttlicher Sicht, wenn man solche Operationen durchführt?

00:37:24.370 --> 00:37:29.703
Er hat mit ihrer Mutter gesprochen. Er hat mit Ministerinnen

00:37:29.703 --> 00:37:33.703
in lädischer Republik, also sozialistischere Probleme gesprochen.

00:37:33.703 --> 00:37:37.036
Von so viele Fragen nach Stellte hat er genauso viele Antworten,

00:37:37.036 --> 00:37:43.036
aber im Endeffekt haben sie entschieden, die Operationen durchzuführen.

00:37:44.370 --> 00:37:48.370
Und tatsächlich ist dann Ende 60er inner so innerkenzig geworden.

00:37:48.370 --> 00:37:51.036
Also das ist nicht der echte Name, das heißt der Name,

00:37:51.036 --> 00:37:58.680
dass Dr. Karl Berns in seinen memoiren Nudeln die veröffentlicht worden sind in den 2000den Jahren,

00:38:00.013 --> 00:38:04.680
weil nach der Operation hat er dann gleich einen Anruf aus Moskau bekommen.

00:38:05.346 --> 00:38:08.013
Und ein Verbot, solche Operationen in der Zukunft zu machen,

00:38:08.013 --> 00:38:14.680
da musst du dann auch nach Moskau fliegen und zu erklären, warum er überhaupt diese Operation gemacht hat.

00:38:14.680 --> 00:38:20.680
Aber der Fakt bleibt als Fakt, die sozialistische Möglichkeit,

00:38:21.346 --> 00:38:25.346
Zugang zur Medizin zu haben und solche Operationen kostenlos zu haben,

00:38:25.346 --> 00:38:31.346
vor allem, was Kreuter auch nicht unbedingt so leicht und zugänglich ist,

00:38:31.346 --> 00:38:36.013
hat inne auch ermöglicht, genauso wie den Josef Karl oder den Short You schon kombinierst,

00:38:36.013 --> 00:38:44.013
Harry White, einen Brief zu schreiben für eigene Wachheit zu kämpfen und diese Wahrheit tatsächlich erleben zu dürfen.

00:38:44.013 --> 00:38:48.423
Also wir wissen natürlich nicht, was mit inne weiter passiert,

00:38:48.423 --> 00:38:53.756
aber aus der medizinischen Geschichte noch eine vielleicht Liste Schweigerstelle,

00:38:53.756 --> 00:38:59.756
die ich gerne besprechen würde, ist natürlich die Geschichte von HIV Aids,

00:39:00.423 --> 00:39:09.090
die dann im Ost-Europäischen Raum ganz anders sich entwickelt, als woanders in der Welt,

00:39:09.090 --> 00:39:16.423
also Russland und Ukraine und Zentralasien sind die Regionen mit den stark wachsenden Zahlen,

00:39:16.423 --> 00:39:20.423
also in Russland wohnen in der Zeit mehr als 1 Millionen Menschen,

00:39:20.423 --> 00:39:30.423
mit HIV und zu dieser Geschichte brauchen wir wieder unseren Mann aus,

00:39:31.090 --> 00:39:33.090
also nicht aus Hamburg, aber deren Hamburg gewesen ist,

00:39:33.756 --> 00:39:39.756
Angesillerovic, der polnische Aktivist, weil der in einem Newsletter,

00:39:39.756 --> 00:39:41.090
der der veröffentlicht hat,

00:39:41.090 --> 00:39:43.090
Folgendes schreibt.

00:39:43.090 --> 00:39:47.756
Ich wollte mich in dieser Reihe von Newslettern wirklich einmal mit

00:39:48.423 --> 00:39:49.631
einem angenehmeren Thema befassen

00:39:50.900 --> 00:39:54.900
Aber es gelingt mir winklich einmal, mir wieder einmal nicht.

00:39:55.566 --> 00:40:00.900
Im Vordergrund steht erneut ein erstes Thema. Ein ernstes Thema Aids.

00:40:01.566 --> 00:40:05.566
Ich möchte absolut niemanden erschrecken, aber man muss objektiv feststellen,

00:40:05.566 --> 00:40:11.566
dass Aids langsamer auch in Polen und in anderen sozialistischen Ländern zum Problem.

00:40:11.566 --> 00:40:16.233
Lächerlich erscheinen heute die Presseberichte von vor zwei Jahren,

00:40:16.233 --> 00:40:22.900
wonach sie diese Krankheit ausschließlich intergenerierten westlichen Gesellschaften ausbreitet.

00:40:22.900 --> 00:40:26.900
Heute weiss man, dass Aids für homosexuelle und heterosexuelle,

00:40:26.900 --> 00:40:30.900
einschließlich Frauen und Kinder, gleichermaßen gefährlich sein kann,

00:40:31.566 --> 00:40:37.566
unabhängig davon, ob man zur NATO oder zum Waschschauerparkt gehört.

00:40:37.566 --> 00:40:46.233
Also was hier Angesillerowicz andeutet, ist natürlich die ganze Kampagne von einem Mythos,

00:40:46.233 --> 00:40:54.343
das erste Mal nur die homosexuelle Männer, also homo Sexualisten war da der Begriff damals.

00:40:54.343 --> 00:41:00.343
Die Prostituierten, also die Frauen, die Sexarbeit machen und die Drogenabhängige,

00:41:00.343 --> 00:41:06.343
dass nur diese Personen dann Aids bekommen können und dann auch,

00:41:07.010 --> 00:41:16.343
dass die sozialistische Bürgerinnen und Bürgerinnen nichts zu vor nichts Angst haben müssen,

00:41:16.343 --> 00:41:20.343
weil es ja solche Elemente sowieso im Sozialismus nicht gibt.

00:41:21.676 --> 00:41:31.676
Und eben hier schreibt er in diesem Newsletter, dass er dann zusammen mit den Kolleginnen in Wien gestartet hat. Das ist,

00:41:31.676 --> 00:41:35.676
die bis heute funktionierende Initiative Kosi Wien,

00:41:36.343 --> 00:41:41.010
die dieses schöne Manuskript veröffentlicht hat in den 80ern,

00:41:41.676 --> 00:41:49.968
Rosa Liebe unter dem Rottern Stern, mit den etwas queeren Max und Angles,

00:41:51.020 --> 00:41:54.353
man die Leute dann versucht hat zu informieren,

00:41:55.020 --> 00:41:59.020
über die Gefahren von Aids und auch darüber,

00:41:59.686 --> 00:42:09.686
dass man tatsächlich noch queere Menschen hat und dass auch die Behörden das mitbekommen und dass die Behörden sich damit auseinandersetzen.

00:42:09.686 --> 00:42:12.353
Und das haben sie tatsächlich in unterschiedlichen Ländern gemacht,

00:42:13.020 --> 00:42:15.020
also zum Beispiel die Ukraine war,

00:42:15.020 --> 00:42:21.020
das erste Land im Jahr 1991 zwischen den sowjetischen Ländern,

00:42:21.020 --> 00:42:23.020
also postsowjetischen Ländern,

00:42:23.020 --> 00:42:31.686
die dann Homosexualität entkriminalisiert hat und unter anderem erzählen ukrainische Aktivistinnen und Aktivisten,

00:42:32.353 --> 00:42:35.686
dass eben die Entscheidung, die dazu beigetragen hat,

00:42:36.353 --> 00:42:39.020
war die ganze Arbeit vom Ministerium für Gesundheit,

00:42:39.020 --> 00:42:43.686
die gesagt haben, wenn wir HIV Aids tatsächlich stoppen wollen,

00:42:43.686 --> 00:42:45.686
dann müssen wir es, wenn Menschen ermöglichen,

00:42:46.353 --> 00:42:49.020
ohne kriminelle Verfolgung zu uns kommen zu können,

00:42:49.020 --> 00:42:52.353
eine strafrechtliche Verfolgung zu uns kommen zu können,

00:42:53.020 --> 00:42:53.561
um sie zu heilen

00:42:54.630 --> 00:42:59.963
Als PatientInnen. Das ist aber wichtig zu sagen,

00:42:59.963 --> 00:43:03.296
und das ist jetzt quasi das fast Letzte,

00:43:03.296 --> 00:43:09.296
was ich ansprechen möchte in diesem Vortrag, dass ich diesem Bulizenz,

00:43:09.296 --> 00:43:17.296
also dieses Newsletter in den Archiven von Forschungsstelle Osteuropa hier in Bremen, ganz neben gefunden habe.

00:43:17.296 --> 00:43:25.296
Und in diesem Foto seht ihr die ganze Samennung an Dokumenten,

00:43:25.296 --> 00:43:30.630
was die Forschungsstelle Osteuropa zur queeren Geschichten in Osteuropa hat.

00:43:30.630 --> 00:43:35.963
Also sprich vier Dune, ja, Ordner,

00:43:36.630 --> 00:43:40.630
in denen man teilweise einige Zettel nur hart,

00:43:40.630 --> 00:43:47.296
also Forschungsstelle Osteuropa ist natürlich damit bekannt, beseht so,

00:43:47.296 --> 00:43:51.963
Unterbewegungen oder die inoffiziellen Bewegungen,

00:43:51.963 --> 00:43:55.973
die Gegenregierungsbewegungen in Osteuropa sich auch auseinandersetzt und man sieht,

00:43:55.973 --> 00:43:59.306
wie wenig Spuren in dieser Geschichte.

00:43:59.973 --> 00:44:05.973
Sie queere Geschichte hinterlässt und die Frage wäre dann, ja,

00:44:05.973 --> 00:44:13.973
was tut man denn? Was macht man damit, wo kriegt man die Stimme? Also ohne Selbsthomo geht es nicht,

00:44:14.640 --> 00:44:18.640
dann kommt natürlich teilweise die Geschichte von solchen Projekten wie Mainz,

00:44:19.306 --> 00:44:21.306
also hier seht ihr, mein Team,

00:44:21.973 --> 00:44:25.973
die eben von der Volkswaagenstiftung, die Förderung erhalten haben,

00:44:25.973 --> 00:44:31.306
um zu queeren Literaturinnen und Kulturen im Sozialismus zu forschen,

00:44:31.306 --> 00:44:37.973
in unterschiedlichen Ländern von GDR bis nach Zentralenasien,

00:44:37.973 --> 00:44:41.306
die erste Ergebnisse gibt es auch schon unter anderem Maschinen,

00:44:41.306 --> 00:44:45.973
gerade diese Woche, ein Sammelbahn, das von Franziska Haug rauskommt,

00:44:45.973 --> 00:44:56.650
zu queere Literaturen der DDR und unserer Tagung zur queeren der DR war die erste Tagung in der Geschichte, QI-Literaturin der DDR gehandelt hat.

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Und das war im Jahr 2024 in Deutschland. Also man

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würde sagen, es gibt hier schon ein großes Potenzial,

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was weiterzumachen. Gerne werde ich auch unser Podcast empfehlen,

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wo wir auf Deutsch mit unterschiedlichen Forscherinnen und Forschern sprechen,

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die zu queeren, Kulturen und Geschichten im deutschsprachigen Raum forschen.

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Also nicht unbedingt noch um Sozialismus. Und das ist nur etwas, was aus Forschung kommt. Natürlich gibt es viel mehrere Projekte. Aber es gibt auch Institutionen,

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die sich tatsächlich mit koeerem Gedächtnis,

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mit queeren Gedächtniskulturen auseinandersetzen, also in der tschechischen Republik,

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vielleicht kennen das einer oder die andere Spoliticians pro que a palm it,

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also das Verein für das koeere Gedächtnis entstanden ist in Prag,

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die tatsächlich auch viele Sachen gefunden haben, die in der tschechischen,

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also in der Tschechoslom geschrieben worden sind und haben sie für öffentlich,

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also die Arbeit, die wir auch in meiner Gruppe versuchen zu machen,

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aber vielleicht auch so ganz neu und schön,

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dass sie in so einem Land wie Polen,

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wo man immer über Until Gender Bewegungen eher zu sprechen kommt,

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letztes Jahr, so quasi vor einem Jahr im Dezember,

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ganz im Zentrum vor Warschau, ein koheres Museum eröffnet wurde,

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derzeit noch klein,

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aber mit großem Potenzial und als sich bei der Rüfung von diesem Museum in Warschau war,

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haben sie ein Museum für zeitgenossische Kunst, eine große Diskussion geführt,

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mit der Frage, ja, Kegoku ihrem Museum betschen, wo ihr was schau war, was für ein Queermuseum benötigt denn Warschau, braucht ein Warschau.

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Und zu dieser Frage, hier Kegoku ihr Museum betscheue Wasschau, haben sie

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In dieser Diskussion, einkünstlicher hat die folgende Antwort gegeben, wenig Shago.

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Also einen größeren, queeren Museum braucht Wasche oder ein größeres Queer-Museum braucht Warschau.

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Und das ist auch mein Wunsch für die ganze queere Geschichte,

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aber auch für die Gender-Geschichte und für die Gerechtigkeitsgeschichte, ja,

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dass man einen größeren Museum immateriell auch mit der Forschung baut,

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wo man viele diese tolle Erlebnisse, die die Menschen hatten,

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aber auch die unschönen Sachen, die sie erlebt haben,

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die Hoffnungen, die Utopien, die müden und die schweigen,

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zusammenbringen kann.

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Danke,

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führt ja auch Merksamkeit